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EnergieAutarke Haus - erstes Haus ohne Netzbetreiber

Archivmeldung vom 21.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Helma Eigenheimbau AG
Bild: Helma Eigenheimbau AG

Über dieses Einfamilienhaus werden sich die vier Stromriesen RWE, Vattenfall, E.ON, EnBW, die mehr als 800 Gaslieferer und 3.500 Heizöllieferanten schwarz ärgern.

Es war für sie schon schlimm genug, dass Professor Timo Leukefeld (41) aus Freiberg in Sachsen bislang 70 Sonnenhäuser baute, bei denen man die Heizkosten sparen konnte. Gleich zwei Mal heimste Leukefeld dafür den Deutschen Solarpreis (2001 und 2006) ein. Doch nun setzte der Vorstand des Sonnenhaus Instituts e. V., das im bayerischen Straubing ansässig ist, seiner Projektarbeit die Krone auf:

Seit dem 5. Mai 2011 steht das erste vollkommen "EnergieAutarke Haus" im HELMA-Musterhauspark in Lehrte bei Hannover (Zum Meersefeld 4, 31275 Lehrte) für Jedermann zur Besichtigung bereit. Fast sechs Monate hat der Bau des zweietagigen Musterhauses gedauert. Nun kann man es bei der HELMA Eigenheimbau AG aus Lehrte zu einem Preis von knapp 370.000 Euro bestellen und aus einer Hand aufbauen lassen, wo immer man will.

Wenn es sein muss, auf einer einsamen Insel. Denn dieses Haus braucht weder eine Elektroleitung noch ein Gasrohr zu einem Versorger. Es ist komplett vom Energie-Versorgungsnetz getrennt und liefert aus eigener Kraft mollige Wärme und Strom für eine vierköpfige Familie auf 168 Quadratmetern Fläche. Und nachts, wenn man zum Beispiel nicht unterwegs ist, kann man auch noch sein Elektroauto oder seinen Elektromotorroller oder die batteriegetriebenen Fahrräder aufladen. 

Bei althergebrachten Konzepten gibt man den selbsterzeugten Strom ins öffentliche Netz (gegen eine lukrative Vergütung) und kauft sich Strom für die Steckdose oder für die Betreibung von Heizungen bei Bedarf zurück. Man spart dabei viel Geld oder macht sogar noch Gewinn.

Bei dem neuen Konzept gibt man gar kein Geld mehr aus (bis auf den Preis für ein paar Scheite Holz als Notzuheizung) und hat, wenn man vom Netz getrennt ist, auch keine Einnahmen. Aber als Preis dafür bekommt man die Unabhängigkeit.

Bauherr Helma preist die neue Segnung der Autarkie, also der selbständigen Versorgung, so: "Bei Bau- und Heizkonzepten, die Strom zum Heizen verwenden, beispielsweise für Wärmepumpen oder Wärmerückgewinnung, ist Energieautarkie, ja selbst Energieeffizienz, lediglich ein Rechenexempel: Der bei diesen Baukonzepten in der Regel über eine große Photovoltaik-Anlage erzeugte Solarstrom wird, da er zumeist dann anfällt, wenn nicht geheizt werden muss, ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Während der kälteren Jahreszeit, wenn Energie zum Heizen benötigt wird, muss dieser Strom aus dem öffentlichen Netz wieder bezogen werden. Zwar ergibt sich rein rechnerisch eine positive Energiebilanz, wenn das Haus mehr Strom ins Netz einspeist, als es aus dem Netz bezieht. Jedoch bleibt es bei der Versorgung durch die Stromlieferanten und der damit verbundenen Abhängigkeit."

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Quelle: Goldman Morgenstern & Partners Llc (GoMoPa) / Siegfried Siewert

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