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Sonderermittler im Fall Lügde: Beweise gegen Verdächtige erdrückend trotz schwerer Ermittlungsfehler

Archivmeldung vom 15.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Der Sonderermittler im Fall des schweren Kindesmissbrauchs von Lügde, Kriminaldirektor Ingo Wünsch, glaubt, dass im Strafverfahren gegen die Verdächtigen genügend Beweise vorliegen - trotz der schweren Ermittlungsfehler der Polizei.

"Ich bin aus kriminalfachlicher Sicht überzeugt, dass die vorliegenden Beweise erdrückend sind", sagte Wünsch in einem Interview mit der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen". Wünsch räumte ein, dass der Verbleib der bei der Polizei verschwundenen Beweismittel - es handelt sich um 155 beim Hauptverdächtigen beschlagnahmte Datenträger - nach wie vor ungeklärt ist. Im Fall von Kinderpornografie und Kindesmissbrauch in Bad Oeynhausen bescheinigte Sonderermittler Wünsch der Kreispolizei professionelle und schnelle Arbeit. "Kritisch ist lediglich, dass das Verfahren mit Eingang im November 2017 nicht als zu priorisieren betrieben worden ist", sagte Wünsch. Die Kreispolizei Minden-Lübbecke hatte erst 16 Monate nach den ersten Hinweisen Wohnung und Praxis des beschuldigten Kinder- und Jugend-Physiotherapeuten durchsucht.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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