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Zahl der Muslime in Deutschland gestiegen

Archivmeldung vom 04.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Zahl der Muslime in Deutschland ist zwischen 2006 und 2007 um etwas mehr als 200000 gestiegen. Im vergangenen Jahr lebten somit etwa 3508000 Muslime in Deutschland (2006: 3294000). Das geht aus der jüngsten Jahresdokumentation des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland hervor, die die Einrichtung noch in diesem Monat veröffentlichen will.

Wie der Seniordirektor des Instituts, M. Salim Abdullah, dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstagausgabe) vorab sagte, resultiere der Anstieg vor allem aus der Zuwanderung und einem Geburtenüberschuss. 2007 seien 63000 Kinder in muslimischen Elternhäusern geboren worden. Durch Geburten und Einbürgerungen sei die Zahl der Muslime mit deutscher Staatsbürgerschaft zwischen 2006 und 2007 um 100000 auf rund 1,1 Millionen gestiegen, sagte Abdullah. So hätten in diesem Zeitraum allein 35000 Türken als größte Gruppe die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. 57 Prozent aller in Deutschland lebenden Muslime würden von muslimischen Vereinen und Verbänden betreut.

Das 1927 in Berlin gegründete und heute in Soest ansässige Institut legt seit 2000 alljährlich im Frühjahr eine Jahresdokumentation über die Situation der muslimischen Minderheit in Deutschland vor. Diese Jahresberichte sind vor allem als Arbeitsmaterial für die Politik gedacht. Die ersten Schätzungen über die in der Bundesrepublik lebenden Muslime stammen aus dem Jahr 1955. Damals wurde ihre Zahl mit rund 8000 angegeben. 1971 waren es rund 250000, 1981 circa 1700000. Mit rund 80 Prozent stellen die Sunniten die weitaus größere Gruppe, rund 20 Prozent sind Schiiten. Das Islam-Archiv verwahrt, verwaltet und ergänzt nach eigenen Angaben die Urkunden und Dokumente der islamischen Gemeindegründungen seit 1739. In seinem Selbstverständnis fördert es den Dialog zwischen den hier lebenden Muslimen und ihren Gemeinschaften und den Angehörigen anderer Glaubensbekenntnisse und Weltanschauungen.

Quelle: Der Tagesspiegel

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