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Gauck: "Wir waren zu ,deutsch'"

Archivmeldung vom 30.09.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.09.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Joachim Gauck Bild: Dontworry
Joachim Gauck Bild: Dontworry

Das deutsche Volk kann Großes leisten, wenn es seine Angst überwindet. Das ist für den früheren Präsidentschaftskandidaten Joachim Gauck die zentrale Botschaft zum Jahrestag der Wiedervereinigung. Auf die Frage, was er dem Volk am 3. Oktober sagen würde, wenn er Bundespräsident geworden wäre, verriet Gauck dem Hamburger Magazin stern: "Ich hätte mich sicher daran erinnert, dass unser Volk eine Neigung hat unglücklich zu sein. Und hätte mich jener Phasen besonnen, in denen wir unsere Angst hinter uns gelassen und unglaubliche Potenzen in uns wachgerufen haben."

Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Sonderbeauftragte für die Stasi-Unterlagen kommentiert in einem stern-Extra zur deutschen Geschichte die jüngste Vergangenheit. "Ich verbinde mit 1989 weniger den Mauerfall, für mich war es in erster Linie das Jahr des Aufstands: Wir sind das Volk", sagt Gauck in dem Interview. Er und seine Mitstreiter hätten nach den großen Demonstrationen aber nicht damit gerechnet, dass das System zusammenbricht und die Grenzen geöffnet werden. "Wir hatten uns an die Realitäten zu sehr gewöhnt, hatten uns angepasst, wir waren zu ,deutsch'."

Auch deshalb, so Joachim Gauck zum stern, hätte er als Präsident in einer Rede zum Jahrestag der Wiedervereinigung den Bürgern Mut gemacht. "Es gibt ja fast nichts, was wir so gut können wie Angst haben. Das ist tief verankert in der menschlichen Seele, weil die Welt eben auch bedrohlich ist. 20 Jahre deutsche Einheit erinnern uns an unsere friedliche Revolution und daran, was wir können, wenn wir diese Angst überwinden."

Gauck hält am Samstag, also einen Tag vor dem 3. Oktober, im Berliner Abgeordnetenhaus eine Rede zur Einheit. Am Sonntag spricht dann Bundespräsident Christian Wulff in Bremen. 

Quelle: stern

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