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SWP-Experte Steinberg stellt die Kategorie "Terrorist" bei einem Zwölfjährigen infrage

Archivmeldung vom 16.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
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Bild: Tony Hegewald / pixelio.de

Der Terrorismusexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Guido Steinberg, hat Zweifel geäußert, ob man den 12-jährigen Tatverdächtigen von Ludwigshafen als Terroristen bezeichnen kann. "Ich habe Schwierigkeiten damit, einen 12-Jährigen als Terroristen anzusehen", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung".

"Das macht Sinn, wenn Leute anfangen, sich für Politik zu interessieren, mit 15 oder 16. Aber wie politisch kann jemand sein mit 12 Jahren. Da stellt sich eher die Frage: Was ist im Umfeld los? Denn das kann ja nicht seine Idee gewesen sein." Steinberg betonte zwar, dass das Problem mit minderjährigen Terrorverdächtigen europaweit zunehme.

"Das Problem wächst auf jeden Fall. Seit 2014 haben wir europaweit relativ viele junge Leute, die nach Syrien ausreisen. Die Ausreisenden werden jünger und weiblicher. Das ist auffällig und nicht nur ein Trend in Deutschland." Doch er fügte hinzu: "Ein Kind hatten wir in Europa noch nicht. Das ist ganz neu."

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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