Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Vermischtes Terror-Razzia Köln: Einer der beiden festgesetzten Gefährder bedrohte seinen Vater mit dem Tod

Terror-Razzia Köln: Einer der beiden festgesetzten Gefährder bedrohte seinen Vater mit dem Tod

Freigeschaltet am 20.07.2019 um 06:36 durch Andre Ott
Achtung Terror!  (Symbolbild)
Achtung Terror! (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Einen Tag nach der Festnahme zweier islamistischer Gefährder treten immer mehr Details zu Tage. Laut Arrest-Beschlüssen der Justiz, die dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vorliegen, waren die beiden Verdächtigen bereits schon in der Vergangenheit strafrechtlich aufgefallen.

Bei dem 21-jährigen Konvertiten Tim R. fanden sich in der Vergangenheit Pistolen, Messer und ein Samuraischwert. Zudem soll der deutsche Extremist Andersgläubige wie seinem Vater mit dem Tode bedroht haben. Der 30-jährige Wael C. saß wegen seiner versuchten Ausreisen in den Jahren 2013 und 2014 zur Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) ebenfalls zeitweilig in Untersuchungshaft.

Den Erkenntnissen der Staatsschützer zufolge besuchte der Gefährder über Jahre hinweg Veteranen des Terrornetzwerks Al-Qaida, die etwa im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet an Waffen und dem Bau von Bomben ausgebildet wurden. Zeitweilig versuchte sich der Eiferer als führender Imam in der Berliner Radikalenszene zu etablieren. 2016 avancierte er zum Vorsteher der Berliner Fussilet-Moschee, einer Islamistenhochburg, in der auch der Lkw-Attentäter Anis Amri verkehrte. Das Verbot des Moscheevereins habe für zusätzliche Verbitterung bei ihm gesorgt, konstatieren die Strafverfolger.

Aus seiner Gesinnung soll Wael C. nie einen Hehl gemacht haben: Offen gab er sich als Mitglied des IS aus und befürwortete, die Ungläubigen zu enthaupten. Am 14. Juli schilderte der aus Berlin nach Düren umgezogene Trockenbauunternehmer seiner Frau in einem Telefonat seinen Frust. Er habe keine Geduld (Sabr) mehr, seinen Einzug in die siebte und höchste Stufe des Paradieses abzuwarten, gestand der militante Islamist mit dem Kampfnamen "Abu Qudama al-Faruq". Islamwissenschaftler deuteten dies als Code für ein geplantes Selbstmordattentat.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

Anzeige:
Videos
Bild: Screenshot aus dem Ende befindlichen Videobeitrag
"ExtremNews kommentiert" mit einer Premiere
Screenshot aus dem Ende befindlichen Videobeitrag
Zecken, und wie man sich davor schützt
Termine
Berlin Brandenburger Immobilientag 2019
14467 Potsdam
22.10.2019
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige