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Umfrage zum Leben in Deutschland: Die meisten Menschen nehmen Veränderungen wahr

Freigeschaltet am 30.09.2020 um 16:55 durch Andre Ott
Fragezeichen, Ahnungslos & Grübeln (Symbolbild)
Fragezeichen, Ahnungslos & Grübeln (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Besser? Schlechter? Gleich? Eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zeigt: Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland meinen, dass sich das Leben in Deutschland in den 2010er Jahren verändert hat (65 %) und erwarten für die kommenden zehn Jahre ebenfalls Veränderungen (62 %).

Blick in die Vergangenheit, Blick in die Zukunft

Der Blick zurück auf das vergangene Jahrzehnt zeigt: Jeweils rund ein Drittel der Befragten ist der Meinung, dass sich die Art und Weise, wie wir alles in allem in Deutschland leben, in den 2010er Jahren zum Positiven (31 %) bzw. zum Negativen (34 %) entwickelt oder kaum verändert hat (32 %). Beim Blick nach vorn fällt das Ergebnis pessimistischer aus: Für die 2020er Jahre rechnen vier von zehn Befragten mit Verschlechterungen (42 %), nur zwei von zehn mit Verbesserungen (20 %). Der Anteil der Menschen, die Stabilität und Konstanz erwarten, liegt analog zum Blick in die Vergangenheit bei etwa einem Drittel (32 %).

Die Jüngsten sind am optimistischsten

Zwischen den Generationen gibt es deutliche Unterschiede: Die unter 40-Jährigen sind am positivsten gestimmt, die 40- bis 64-Jährigen am kritischsten, während die über 64-Jährigen mehr die Kontinuität betonen. Das gilt zum einen für die Bewertung der vergangenen zehn Jahre: Hier machen die Jüngeren eher Verbesserungen (37 %) aus, die Menschen mittleren Alters hingegen eher Verschlechterungen (39 %), die Älteren keine Veränderungen (40 %).

Aber auch in der Vorausschau auf die kommenden zehn Jahre zeigen sich die jungen Menschen optimistischer und rechnen damit, dass das Leben in Deutschland besser wird (34 %). In den beiden übrigen Altersgruppen sind dies jeweils deutlich weniger (14 %). Ein Befund gilt jedoch für alle Generationen gleichermaßen: Es überwiegen die Skeptiker - vergleichsweise gering ausgeprägt unter den Menschen der jüngsten Gruppe (36 %), stärker im mittleren Alterssegment (64 %) und etwa hälftig bei den Älteren (43 %). Sie alle befürchten, dass die Art und Weise, wie wir alles in allem in Deutschland leben, bis 2030 schlechter sein wird als heute.

Bildung und Einkommen spielen nur bei der Rückschau eine Rolle

Die Bewertung des vergangenen Jahrzehnts hängt neben dem Alter erheblich vom eigenen Lebenshintergrund ab: Personen mit eher niedrigem Haushaltseinkommen und formal niedrigem Bildungsabschluss stellen in der Rückschau auf die 2010er Jahre eher eine negative Entwicklung fest, während Personen mit höherem Haushaltseinkommen und Abitur eher Verbesserungen ausmachen.

Für den Blick in die Zukunft spielen Bildungs- und Einkommensunterschiede kaum eine Rolle: Alle Befragten erwarten in der nächsten Dekade eher eine Verschlechterung als eine Verbesserung.

Kaum Unterschiede in der Bewertung zwischen Ost und West

Wie die Entwicklung der vergangenen und auch der kommenden zehn Jahre bewertet wird, ist in Ost- und Westdeutschland ähnlich verteilt. In den 2010er Jahren erkennen jeweils zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger in beiden Landeshälften Veränderungen in der Art und Weise, wie wir in Deutschland leben. Dabei meinen etwas mehr Ostdeutsche als Westdeutsche (36:30 %), dass sich das Leben verbessert hat. Genau umgekehrt sieht es hinsichtlich Verschlechterungen aus: Mehr Menschen im Westen als im Osten (35:30 %) machen diese mit Blick auf das vergangene Jahrzehnt aus.

Für die nahe Zukunft in den 2020er Jahre rechnen ebenfalls rund zwei Drittel der Befragten in Deutschland mit Veränderungen, allerdings überwiegend zum Schlechteren: Jeweils etwa doppelt so viele Menschen in Ost (41:24 %) und West (42:19 %) sehen eher negative als positive Entwicklungen auf sich zukommen.

Umfrage im Rahmen der ARD-Themenwoche #WIE LEBEN - BLEIBT ALLES ANDERS

Die Leitfrage der diesjährigen ARD-Themenwoche unter Federführung des rbb lautet: "Wie wollen wir leben?" Dazu hat der rbb erhoben, wie die Menschen in Deutschland das Leben einschätzen - zehn Jahre zurück und zehn nach vorn geschaut. Der erste Teil der repräsentativen Erhebung durch infratest dimap erfolgte Anfang September. Eine weitere Umfrage findet Anfang November statt. Die Ergebnisse liegen zum Start der Themenwoche vor: Vom 15. bis 21. November lädt die ARD in all ihren Fernseh- und Hörfunkprogrammen sowie Online und in Social Media dazu ein, sich mit der Zukunftsfrage "Wie wollen wir leben?" auseinanderzusetzen, sich auszutauschen sowie Lebensentwürfe und Zukunftskonzepte auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der Corona-Pandemie zu diskutieren.

Datenbasis:

Grundgesamtheit: Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren

Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual-Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)

Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl: 1.014 Befragte

Erhebungszeitraum: 1.-2.9.2020

Quelle: ARD Presse (ots)

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