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Neuer Vatikanbankpräsident will Ruf seines Instituts verbessern

Archivmeldung vom 01.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wappen der Istituto per le Opere di Religione (IOR) (deutsch Institut für die religiösen Werke), allgemein bekannt als die Vatikanbank.
Wappen der Istituto per le Opere di Religione (IOR) (deutsch Institut für die religiösen Werke), allgemein bekannt als die Vatikanbank.

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der neue Präsident der Vatikanbank, Ernst von Freyberg, will das "Istituto per le Opere di Religione" unter seiner Führung aus den Negativschlagzeilen bringen. "Mein Traum ist es, aus der Vatikanbank einen anerkannten Dienstleister innerhalb der katholischen Weltkirche zu machen, der nicht mehr die Kritik der internationalen Presse auf sich zieht", sagte von Freyberg der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Von Freyberg betonte, dass das Institut mit seinen 114 Mitarbeitern, 18.900 Kunden, einer Bilanzsumme von 5 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von zuletzt 86,6 Millionen Euro von seiner Struktur her gesund dastehe. "Sanierung ist nicht das Thema. Das Institut ist nicht in einer Schieflage, sondern gut mit Kapital ausgestattet", sagte von Freyberg mit Blick auf die Daten.

Im Vordergrund steht deshalb für den 54 Jahre alten deutschen Manager, den Ruf der Bank zu verbessern – auch zum Wohle der katholischen Kirche. "Ziel ist es, dass wir dorthin kommen, wo eine normale kleinere katholische Finanzinstitution stehen sollte, die in Ruhe ihren Dienst macht, aber nicht mit ihrem schlechten Ruf der Botschaft der Kirche entgegensteht." Um das zu erreichen, lässt von Freyberg sein Institut nach eigenen Angaben derzeit prüfen. "Bis zum Sommer wollen wir alle Anforderungen der Finanzaufseher im Vatikan und der internationalen Prüfer bis ins kleinste Detail erfüllen", sagte von Freyberg der F.A.Z.

Zudem lasse er "in den nächsten Monaten jede einzelne Kundenbeziehung noch einmal extern prüfen". Damit wolle er die Kirche, die Geschäftspartner und die Öffentlichkeit überzeugen, "dass das Institut genau so sauber ist, wie man das von einem Finanzinstitut der katholischen Kirche erwarten kann". Dabei legt er auch die früher von seinem neuen Arbeitgeber gepflegte Zurückhaltung ab. "Jetzt gibt es die Entscheidung, dass wir kommunizieren. Wir machen unseren Jahresbericht, unsere Website, machen regelmäßige Treffen mit den Mitarbeitern, den Kardinälen und der Kirche in aller Welt." Diese Offenheit soll nach Freybergs Worten künftig auch auf die Skandale der vergangenen Jahrzehnte ausstrahlen. "Ich will diese Vergangenheit selber gut verstehen. Wir werden das zum Thema machen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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