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Umfrage: NRW-Städte sehen Gastronomie und Arztpraxen als beste Leerstands-Alternative

Archivmeldung vom 04.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Nordrhein-Westfalen Flagge
Nordrhein-Westfalen Flagge

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die NRW-Landesregierung hat die Kommunen danach befragt, wie sie die Lage in ihren Innenstädten einschätzen. In der "Kommunalumfrage 2020" des NRW-Kommunalministeriums, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt, erklärten die Entscheider in den Rathäusern den wegbrechenden Einzelhandel zum Hauptproblem.

75 Prozent der befragten Kommunen nannten die rückläufigen Umsätze im Zuge des Online-Handels als größte Schwierigkeit. 74 Prozent der Kommunen nannten die Aufgabe inhabergeführter Geschäfte aufgrund eines fehlenden Nachfolgers.

Die Leerstandsquoten erreichen teilweise schwindelerregende Höhen: "Einzelne Nennungen im Bereich zwischen 50 und 75 Prozent sprechen für dauerhafte Verwerfungen in Zentren", heißt es in dem Bericht. Gefragt danach, welche Alternativnutzung sich die Städte für die leerstehenden Geschäfte in Erdgeschosslage vorstellen könnten, nannten 89 Prozent als gute oder sehr gute Alternative die Gastronomie. Für eine Umwidmung in Arztpraxen oder Apotheken sprachen sich 79 Prozent aus, 78 befürworten Dienstleistungsbetriebe. 70 Prozent konnten sich Gemeinschafts- oder Kulturräume vorstellen. Wohnräume kommen weniger infrage. Diese wurden von 41 Prozent der befragten Kommunen als geeignet eingestuft. Für Handwerksbetriebe in der Innenstadt konnten sich gerade einmal 32 Prozent begeistern. Am wenigsten Zustimmung gab es für Logistikflächen mit elf Prozent.

Befragt wurden die Verwaltungen auch zu den Folgen der Corona-Krise. Diese werde eine zusätzliche Verlagerung von Umsatz zulasten des Einzelhandels bedeuten (80 Prozent). 44 Prozent erwarten eine nachhaltige Schädigung des Zentrums durch Geschäftsaufgaben. "Corona hat den Wandel im Handel noch einmal beschleunigt. Hinzu kommen schließungsbedingte Auswirkungen für die Gastronomie", sagte Ministerin Ina Scharrenbach (CDU) der "Rheinischen Post". Sie erklärte, dass 129 NRW-Kommunen in diesem Jahr rund 40 Millionen Euro aus dem Sofortprogramm erhielten. "Die Frist für die Vorlage der Förderanträge für das Sofortprogramm wurde bis zum 30. April 2021 verlängert. Damit können Städte und Gemeinden auf Entwicklungen reagieren, die sich aktuell ergeben", sagte sie. Zeitnah würden weitere Initiativen zur Stärkung der Innenstädte ergriffen.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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