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Streit um Auftritt von Moritz Hunzinger auf dem Politikkongress

Archivmeldung vom 29.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der geplante Auftritt von Moritz Hunzinger auf dem Politikkongress am 26. November 2009 in Berlin stößt professionellen Politikberatern sauer auf. Nach Informationen des prmagazins forderte die Deutsche Gesellschaft für Politikberatung (degepol) den Veranstalter Helios Media per Brief auf, den umstrittenen Frankfurter wieder auszuladen.

"Die Veranstaltung entpuppt sich als peinliche Zirkusarena. Soll man da noch hingehen? Und darf eine degepol sowas noch unterstützen?", schrieb der degepol-Ethikbeauftragte Heiko Kretschmer bereits Anfang Oktober via twitter.

Wegen der "Bestechung von Politikern" wurde Hunzinger 2002 vom Deutschen Rat für Public Relations gerügt. Er habe dem Ansehen des Berufstandes PR erheblichen Schaden zugefügt, so das Selbstkontrollorgan der Kommunikationsbranche. Gegenstand des "Hunzinger-Skandals" waren umfangreiche Geschäftsbeziehungen des PR-Beraters zu Bundespolitikern.

Nachdem Medien veröffentlicht hatten, dass Hunzinger unter anderem über ein umfangreiches Konto von Rudolf Scharping (SPD) verfügt habe, musste der damalige Verteidigungsminister seinen Stuhl räumen. Auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir trat kurz darauf zurück - er hatte von dem PR-Berater einen Kredit über 80.000 Mark angenommen.

Im Jahr 2006 verurteilte das Amtsgericht Stuttgart Moritz Hunzinger wegen uneidlicher Falschaussage zu 30.000 Euro Geldbuße und einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe. Das Gericht ging davon aus, dass der Frankfurter im Jahr 2004 vor dem FlowTex-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags die Unwahrheit über den Auftraggeber einer Umfrage gesagt hatte.

Quelle: prmagazin

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