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Ex-Bahnchef Mehdorn begrüßt Schlichterspruch zu "Stuttgart 21"

Archivmeldung vom 01.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Fabian Pittich
Anti Stuttgart-21 Aufkleber
Anti Stuttgart-21 Aufkleber

Der frühere Bahnchef Hartmut Mehdorn hat den Schlichterspruch zu "Stuttgart 21" begrüßt und die Gegner des Bahnhofsprojekt deutlich kritisiert. Mehdorn sagte der "Bild-Zeitung" (Donnerstagausgabe): "Mit dem Schlichterspruch können Gegner und Befürworter gut leben. Die Schlichtung war ein guter Prozess, der Transparenz geschaffen hat.

Wer jetzt weiter gegen Stuttgart 21 demonstriert, demaskiert sich als purer Nein-Sager. Statt über mehr Demokratie zu reden, sollte jetzt das Baurecht endlich reformiert werden. Es ist zu langwierig, zu teuer und bürgerfremd."

Grünen-Politiker Palmer bezweifelt positiven Stresstest

Am Tag nach dem Schlichterspruch zu "Stuttgart 21" fühlt sich der Tübinger Oberbürgermeister und Projektgegner Boris Palmer "besser als gestern, da war ich ein bisschen enttäuscht". Die Gegner konnten seiner Meinung nach in der Schlichtung verhindern, dass ein "Chaos-Bahnhof" gebaut werde. "Und dass die richtige Planungssystematik angewandt wird: erst den Fahrplan, dann die Gleise", so Boris Palmer im SWR3-Interview. Dabei würden weitere Kosten auflaufen und sich die Frage neu stellen, "ob man Stuttgart 21 wirklich bauen soll".

"Noch ist Stuttgart 21 nicht in trockenen Tüchern", so der Grünen-Politiker. Die Hürden "Kostensteigerung" und "Landtagswahl" müssten erst überwunden werden. "Sollte es gelingen, eine Regierung aus SPD und Grünen zu formen, dann wird der Weg über einen Volksentscheid gehen", sagt Boris Palmer. Er glaubt, die Bevölkerung würde sich für eine Modernisierung des Kopfbahnhofs entscheiden. Das sei trotz bestehender Verträge billiger.

Sollte der von der Bahn geforderte simulierte Stresstest positiv ausfallen, "dann werde ich meine Mathematikbücher verbrennen, weil das allen Regeln der Logik wiederspricht", so Palmer. Der Bahnhof sei nicht leistungsfähig und werde "erheblich ergänzt werden müssen". Ein Baustopp sei nun die "logische Konsequenz aus dem Schlichterspruch".

Für Palmer sei Heiner Geißler ein "hervorragender" Schlichter gewesen: "Wir haben durch die Schlichtung Frieden in der Stadt geschaffen und Fakten auf den Tisch bekommen, die vorher nur in den Geheimkammern lagerten".

Quelle: dts Nachrichtenagentur / SWR

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