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Reaktionen auf Studie Handschrift: mangelhaft

Archivmeldung vom 12.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Lupe: Yacy als zensurfreie Suchlösung. Bild: FlickrCC/Robbie1
Lupe: Yacy als zensurfreie Suchlösung. Bild: FlickrCC/Robbie1

Die Handschrift von Schülern wird immer schlechter. Das hat eine gerade veröffentlichte Studie des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) ergeben. Für Torsten Wahl, VBE-Vorsitzender in Sachsen-Anhalt, ist das Ergebnis der Befragung wenig verwunderlich.

"Lehrer haben im Unterricht zu wenig Raum und Zeit, die Handschrift zu üben", kritisierte er. Hinzu komme, dass Kindern oft die notwendigen Fähigkeiten fehlten. "Viele Schulanfänger wissen nicht einmal, wie sie einen Buntstift halten müssen", sagte Wahl. Da seien die Eltern in der Pflicht. Diesen Eindruck bestätigt auch die Studie. Als wichtigste Gründe für die schlechte Handschrift ihrer Schüler geben Lehrer wenig Routine sowie schlechte Motorik und Koordination an.

Thekla Mayerhofer vom Grundschulverband Sachsen-Anhalt sieht darin auch eine veränderte Lebenswelt gespiegelt. "Handschrift hat im Alltag an Bedeutung verloren." Anstatt eines Zettels auf dem Küchentisch würden Kinder heute eine SMS von ihren Eltern bekommen. Verteufeln sollte man diese Entwicklung aber nicht. "Viele Schüler können dafür besser mit zehn Fingern auf der Tastatur schreiben als ihre Lehrer."

Für die Studie wurden bundesweit 2 000 Lehrer befragt, davon 600 Grundschullehrer. Nach deren Einschätzung haben 41 Prozent der Schüler Probleme, eine gut lesbare, flüssige Handschrift zu entwickeln. Und 87 Prozent der Pädagogen sind der Meinung, dass sich die Handschrift ihrer Schüler in den vergangenen Jahren verschlechtert habe.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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