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Kältehilfe ruft Berliner zu mehr Eigenverantwortung bei Obdachlosen auf

Archivmeldung vom 05.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Obdachlos: In Deutschland fehlt es an Sozialimmobilien. Bild: flickr.com, pazca
Obdachlos: In Deutschland fehlt es an Sozialimmobilien. Bild: flickr.com, pazca

Die Berliner Stadtmission ruft angesichts der kalten Temperaturen dazu auf, verstärkt auf Obdachlose zu achten. Es sei nicht die beste Hilfe, gleich den Kältebus zu rufen, sagte die Leiterin der Wohnungshilfe der Stadtmission, Karen Holzinger, am Sonnabend im Inforadio vom rbb.

"Wenn wir da fast 100 Anrufe annehmen, kann man sich denken, dass viele gar nicht durchkommen. Dass Wichtigste für uns im Moment ist, wenn Sie jemanden sehen, sprechen Sie ihn an. Versuchen Sie selber auch zu schauen, wie ist der drauf, braucht der Hilfe, braucht der vielleicht gleich einen Rettungswagen."

Holzinger sagte, die Stadtmission habe in den vergangenen sehr kalten Nächten das Programm für den Kältebus komplett umgestellt und wegen der vielen Anrufe ein Callcenter eingerichtet. "Jeder Weg, jeder Anruf, der nicht getätigt wird, der entlastet uns und unser Team. Wir haben jetzt unsere Mitarbeiter .. über verdoppelt, und das ist für die auch natürlich jetzt auch ne harte Zeit. Insofern: Alles, was Sie uns abnehmen und selber Verantwortung übernehmen, das wäre eine große Hilfe."

Holzinger leitet die Wohnungshilfe der Berliner Stadtmission seit sieben Jahren. Ihr zufolge hat sich das Problem der Obdachlosigkeit seitdem vor allem durch Bürger aus anderen EU-Staaten erheblich verschärft. "Da ist der entscheidende Unterschied, dass diese Menschen wirklich sehr viel schneller verelenden, weil die ganzen Hilfeprogramme, die einem Menschen mit einem Rechtsanspruch auf Hilfe zur Verfügung stehen, stehen diesen Menschen nicht zur Verfügung. Und das heißt, dass wir auch in unseren Einrichtungen als Stadtmission ganz oft da Menschen haben, die dabei sind, auf der Straße zu krepieren. Und das gab es so früher nicht."

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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