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Studie: Beginn des Arbeitslebens ist für viele Paare eine Belastung

Archivmeldung vom 02.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Paulwip / pixelio.de
Bild: Paulwip / pixelio.de

Der Beginn des Arbeitslebens ist für viele junge Paare eine Belastung. Allerdings nur, wenn es um den Berufseinstieg des Mannes geht, wie eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) ergab, über welche die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet.

Misslingt der, trennen sich junge Paare demnach oft. Hat die Frau dagegen einen holprigen Start in die Arbeitswelt, ändert sich an der Beziehung nichts. In der Studie untersuchten die Forscher, wie sich der Übergang aus der Ausbildung oder dem Studium in den Arbeitsmarkt auf junge Paare auswirkt. Das Ergebnis: Schaffen junge Männer den Übergang ins Berufsleben nicht und werden mit Mitte zwanzig zeitweise arbeitslos, erhöht sich ihre Trennungsrate um 43 Prozent gegenüber erfolgreichen Berufseinsteigern. Bei jungen Frauen ist dieser Effekt dagegen nicht nachweisbar. Ob oder wie schnell die Partnerin im Arbeitsmarkt Fuß fasst, belastet Paare offenbar weit weniger. Umgekehrt stabilisiert ein erfolgreicher Berufseinstieg des Mannes die Beziehung spürbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein gemeinsamer Haushalt gegründet wird, steigt mit seinem ersten Job signifikant an.

"Offenbar sehen die jungen Paare Männer immer noch in der Rolle des Ernährers", sagte die Soziologin Valerie Heintz-Martin, eine der Autorinnen der Studie. Was die Frauen beruflich machen, ob sie überhaupt arbeiten, scheint egal. Das Ergebnis zeigt, dass die alten Geschlechterrollen offenbar immer noch wirkmächtig sind. Was insbesondere die Männer belastet. Denn die Erfahrung des doppelten Misserfolgs – erst beruflich, dann privat – könnte sich langfristig negativ auf ihre Lebensläufe auswirken, so die Autoren der Studie. Sie fordern deshalb mehr Chancengleichheit, was in diesem Falle heißt: weniger Druck auf die jungen Männer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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