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Deutsches Kinderhilfswerk warnt vor "Schnellschüssen" im Wohnungsbau

Archivmeldung vom 23.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Andreas Nikelski / pixelio.de
Bild: Andreas Nikelski / pixelio.de

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat vor "Schnellschüssen" im Wohnungsbau gewarnt. Auch wenn die Lage in Ballungsgebieten angespannt sei und der Zuzug von Flüchtlingen rasche Lösungen verlange, müsse die Stadtplanung kinderfreundlich bleiben, sagte Präsident Thomas Krüger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag).

Bei den jetzt geplanten massiven Investitionen im Wohnungsbau müsse mit Sinn und Verstand vorgegangen werden. Nicht zu reparierende Schäden in der Stadtplanung gingen oftmals zu Lasten von Kindern und Jugendlichen, für die Freiflächen und Spielmöglichkeiten wichtig seien und nicht verloren gehen dürften. Der Ausgleich neu bebauter Flächen durch normierte Spielplätze helfe nur wenig, mahnte Krüger. Auch die Stadtplanung habe sich laut UN-Kinderrechtskonvention am Vorrang des Kindeswohls zu orientieren. Krüger verwies auf Studien, wonach einem Viertel der Kinder in Deutschland gesunde Entwicklungsbedingungen im öffentlichen Raum vorenthalten würden.

Das Deutsche Kinderhilfswerk plädierte ferner für ein Sofortprogramm zur Reaktivierung von leer stehendem Wohnraum. Der Gesamtbestand von mehr als 40 Millionen Wohnungen in Deutschland sei möglichst umfänglich zu nutzen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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