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Weniger Flüchtlinge in Deutschland, aber die weltweite Krise bleibt

Archivmeldung vom 01.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Flüchtlinge auf dem Seitenstreifen der ungarischen Autobahn M1 in Richtung Österreich, 4. September 2015
Flüchtlinge auf dem Seitenstreifen der ungarischen Autobahn M1 in Richtung Österreich, 4. September 2015

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

65,3 Millionen Menschen sind laut dem jüngsten UN-Weltbericht weiterhin auf der Flucht. Auch wenn in diesem Jahr weniger Flüchtlinge nach Europa kommen: die Krise bleibt bestehen. "Nur weil weniger Menschen auf der Flucht bei uns ankommen, heißt es nicht, dass die Flüchtlinge plötzlich verschwunden sind", sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von "Aktion Deutschland Hilft".

"Während sich in Europa die Flüchtlingsrouten - unter anderem aufgrund der Schließung der Balkanroute - auf andere Länder wie Bulgarien oder Italien verlagern, führen neue oder aufflammende Konflikte wie im Südsudan oder in Afghanistan zu einem erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen. Ein Großteil dieser Männer, Frauen und Kinder leiden dabei als Vertriebene in ihrem eigenen Land große Not."

Die Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" unterstützen auch weiterhin die Menschen in den Kriegs- und Krisengebieten und auf allen Stationen ihrer Flucht: in Herkunftsländern wie in Syrien, Afghanistan oder im Nordirak, auf dem Seeweg im Mittelmeer, in Durchgangsländern wie aktuell in Italien oder Griechenland und in den Aufnahmeländern.

"Wir alle stehen weiterhin in der Verantwortung, in dieser Situation menschengerecht und auf eine würdevolle Art und Weise Hilfe anzubieten und den Menschen die Möglichkeit zu geben, zu ihrem Recht zu kommen, in Würde und in Sicherheit ihr Leben führen zu können", sagt Nuri Köseli, Pressesprecher der Bündnisorganisation Islamic Relief Deutschland.

Internationale Hilfe: schwer planbar

Bewaffnete Konflikte, geschlossene Grenzen und prekäre Sicherheitslagen: Die Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" berichten, dass die Rahmenbedingungen für die internationale Flüchtlingshilfe aktuell nur schwer zu planen sind und Hilfsprojekte so flexibel wie möglich geplant werden müssen: "Die größten Herausforderungen sind weiterhin die vielen Menschen, die ständig wechselnden Flüchtlingsrouten, die schrecklichen Schicksale und der Bedarf an verschiedenen Gütern. Es ist eine der komplexesten humanitären Krisen, die wir seit dem 2. Weltkrieg hatten", sagt Wolfgang Tyderle, Nothilfekoordinator von CARE Deutschland-Luxemburg.

Hilfe in Deutschland: Umfassende Integration

Im Fokus der Flüchtlingshilfe in Deutschland steht für die Verbände und Hilfsorganisationen im Bündnis die Integration der Menschen. "Integrationsmaßnahmen und sinnvolle Beschäftigungsangebote sind für alle geflüchteten Menschen wichtig, auch für diejenigen, die wahrscheinlich nicht langfristig in Deutschland bleiben wollen oder können", sagt Anne Ernst, Fachbereichsleiterin Flüchtlingshilfe der Johanniter.

Während Deutschkurse oder berufliche Bildungsmaßnahmen in der Regel den Flüchtlingen vorbehalten sind, deren Asylantrag mit hoher Wahrscheinlichkeit anerkannt wird, werden Menschen mit geringerer Bleibeperspektive weitgehend ausgeschlossen. "Auch diese Menschen bleiben Monate oder Jahre in Deutschland und müssen die Möglichkeit erhalten, sich hier zurecht zu finden, Deutsch zu lernen und ihre Zeit sinnvoll zu gestalten", so Ernst.

Die Hilfsorganisationen im Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" tauschen sich regelmäßig zum aktuellen Stand der Hilfsmaßnahmen in der Flüchtlingshilfe aus. Seit dem Sommer 2015 findet halbjährlich der "Runde Tisch" in Bonn statt. Hier beraten sowohl Mitarbeiter der internationalen als auch der nationalen Flüchtlingshilfe gemeinsam über aktuelle Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten.

SPENDEN

Stichwort "Hilfe für Flüchtlinge" Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX Spendenhotline: 0900 55 102030 (gebührenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de Charity-SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden (10 Euro zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR); alternativ können auch fünf Euro gespendet werden, indem ADH an die 8 11 90 gesendet wird (in diesem Fall gehen 4,83 an Aktion Deutschland Hilft)


Quelle: Aktion Deutschland Hilft e.V (ots)

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