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Immer mehr Ältere drängen in den Bundesfreiwilligendienst

Archivmeldung vom 10.07.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.07.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist 2011 als Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit in Deutschland eingeführt worden.
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist 2011 als Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit in Deutschland eingeführt worden.

Der nach dem Ende des Zivildienstes eingeführte Bundesfreiwilligendienst (BFD) zieht immer mehr ältere Freiwillige an. Im Osten Deutschlands sind 76,5 Prozent der BFD-Teilnehmer über 27 Jahre alt, wie aus einer Auswertung der Hertie School of Governance und des Centre for Social Investment der Universität Heidelberg hervorgeht, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Bundesweit sind 40 Prozent der BFDler älter als 27.

Die ältesten Teilnehmer, so die Studie, hat Thüringen, wo 86 Prozent der Freiwilligen mindestens 27 Jahre alt sind. Experten zufolge ist der Dienst vor allem für Frauen um die 40 attraktiv. Jens Kreuter, Leiter des Arbeitsstabs Freiwilligendienste im Familienministerium, sieht, dass vor allem in Regionen, in denen es sonst wenig Arbeit gibt, viele 40- bis 50-Jährige den Freiwilligendienst wählten. Er warnte zugleich vor "Schnellschlüssen" zur Motivation der Bewerber.

"Damit der BFD ein Lerndienst bleibt, soll es monatlich einen Seminartag geben", sagte er der SZ. In Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit ist das Alter der Freiwilligen niedriger: Die jüngsten BFD-Teilnehmer arbeiten in Hamburg und Bayern. Das große Interesse Älterer trägt zu einem Mangel an BFD-Plätzen bei. "Die Bewerberzahl übersteigt regelmäßig das Angebot", sagte Kreuter. Deshalb werbe er bei Trägern für eine "hälftige Aufteilung" der Plätze zwischen älteren und jüngeren Bewerbern. Ursprünglich sollte der BFD den Bedarf an Hilfskräften im Sozialbereich decken, nachdem 2011 mit der Wehrpflicht auch der Zivildienst ausgesetzt wurde. Er gilt offiziell als "Lern- und Orientierungszeit", die Teilnehmer erhalten monatlich maximal 350 Euro, dazu zum Teil kostenlose Verpflegung und Unterbringung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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