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Rufe nach neuem Papst aus Afrika oder Lateinamerika

Archivmeldung vom 18.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Petersplatz, gesehen von der Kuppel des Petersdomes
Petersplatz, gesehen von der Kuppel des Petersdomes

Foto: Diliff
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Viele deutsche Bischöfe und Politiker halten einen neuen Papst aus Afrika oder Lateinamerika für wünschenswert. So plädierte etwa der Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, als Nachfolger von Papst Benedikt XVI. für ein nichteuropäisches Kirchenoberhaupt.

"Wir müssen ganz nüchtern feststellen: In Europa nimmt kirchliches Leben eher ab. In anderen Teilen der Welt nimmt es zu. Es wäre für die Weltkirche sicherlich kein Schaden, wenn der neue Papst aus einer Weltregion käme, in der das kirchliche Leben wächst", sagte Wiesemann "Bild am Sonntag".

Ähnlich äußerte sich der Trierer Bischof Stephan Ackermann: "Käme der neue Papst aus Afrika, würde die Zäsur des Rücktritts von Benedikt noch einmal betont. Die Kirche wird immer internationaler, und der Papst sollte das auch sein."

Auch der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hält die Zeit reif für den ersten afrikanischen Papst. "Die Hautfarbe spielt für mich keine Rolle - ein Papst aus Afrika würde aber sicherlich einen neuen Blick auf diesen Kontinent eröffnen", so der Politiker in "Bild am Sonntag".

Bischof Ackermann hält den interreligiösen Dialog für die größte Herausforderung des neuen Papstes: "Er sollte ein Mann des Dialogs sein. Der Dialog mit den anderen Religionen wird die vielleicht wichtigste Aufgabe für den neuen Papst."

Benedikts Nachfolger müsse eine spirituelle Führungsgestalt sein, denn es gebe einen unglaublichen Hunger nach Spiritualität. "Der neue Papst muss nicht liberal sein, sondern er muss klar sein und authentisch", so Ackermann.

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, sieht in dem Rückzug Benedikts die Chance eines inhaltlichen Neuanfangs: "Der Nachfolger Benedikts kann neue Akzente setzen, unbelastet von den Vatileaks, unbelastet von der Krise um die Pius-Brüder."

Schweizer Theologe Küng befürchtet Machtkampf im Vatikan

Der Schweizer Theologe Hans Küng befürchtet einen Machtkampf im Vatikan. "Es droht mit Benedikt XVI. ein Schattenpapst, der zwar abgedankt hat, aber indirekt weiter Einfluss nehmen kann", sagte Küng dem "Spiegel". Benedikt habe sich selbst einen Platz innerhalb des Vatikans zugewiesen und behalte seinen Sekretär, der gleichzeitig Präfekt unter dem neuen Papst bleiben soll.

"Das ist ein Nepotismus neuer Art, der auch im Vatikan nicht geschätzt wird", so Küng. "Kein Pfarrer hat es schließlich gern, wenn der Vorgänger neben dem Pfarrhaus sitzt und alles beobachtet, was er macht." Als Nachfolger für Benedikt wünscht sich Küng "einen Papst, der geistig nicht im Mittelalter lebt", sondern "offen ist für die Anliegen der Reformation und Moderne". "Ohne ein Ende des römischen Hofstaates, ohne eine Kurienreform", so der Theologe weiter, "wird auch einem neuen Papst kein Durchbruch und Aufbruch gelingen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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