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Buback-Sohn Michael sieht Parallelen bei den Ermittlungen zu RAF und NSU

Archivmeldung vom 15.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gedenkstein an das Attentat der RAF in Karlsruhe. Bild: Klaus-Dieter Keller
Gedenkstein an das Attentat der RAF in Karlsruhe. Bild: Klaus-Dieter Keller

Der Sohn des von der RAF ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, Michael Buback, sieht Parallelen zwischen den gescheiterten Ermittlungen gegen die RAF-Terroristin Verena Becker und den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). "Im Verfahren gegen Verena Becker sind Parallelen zu den aktuellen NSU-Ermittlungen zu erkennen", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" "Es gab Kontakte zum Verfassungsschutz.

Akten sind verschwunden oder sind vernichtet worden. Und man gewinnt den Eindruck, dass Ermittler längst hätten vorgehen müssen." Buback fügte hinzu: "Ein grundsätzliches Problem tritt auf, wenn ein Zusammenwirken von Geheimdiensten mit Terroristen vorliegt. Um die Aufklärung schwerer Verbrechen zu erreichen, müssen alle wesentlichen Fakten auf den Tisch." Das geschehe aber nicht. Vor Beginn des Stuttgarter Prozesses gegen Becker habe ihm ein Bekannter gesagt, das Verfahren sei aussichtslos, wenn Geheimdienste involviert seien, so der Sohn des Terror-Opfers. Er habe ihm das seinerzeit nicht glauben wollen. Das sei jetzt anders. Im Juli vergangenen Jahres wurde die Ex-Terroristin vom Oberlandesgericht Stuttgart für schuldig befunden, das RAF-Kommando bei dem tödlichen Anschlag auf Buback und zwei seiner Begleiter 1977 psychisch unterstützt zu haben. Wer auf den Generalbundesanwalt geschossen hat, ist aber bis heute unklar. In dem schriftlichen Stuttgarter Urteil, über das die Bild-Zeitung jetzt berichtete, heißt es, Becker sei 1981 auf den Verfassungsschutz zugegangen und habe gegen Geld Informationen geliefert.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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