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Hessischer Verfassungsschützer könnte für NSU Ziele ausgespäht haben

Archivmeldung vom 22.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Das ausgebrannte Haus in Zwickau. Bild: André Karwath / wikipedia.org
Das ausgebrannte Haus in Zwickau. Bild: André Karwath / wikipedia.org

Im NSU-Prozess gerät ein hessischer Verfassungsschützer erneut ins Visier von Nebenklage-Anwälten. Der Beamte, der 2006 beim Mord an Halit Y. zur Tatzeit in dessen Internetcafé saß, hatte bereits kurz nach der Tat detaillierte Angaben zu seinen täglichen Fahrtrouten in Kassel gemacht. Nach Informationen der "Welt" hat einer der Anwälte aus einer Hamburger Kanzlei eine Karte, auf der die Terroristen des NSU mögliche Anschlagsziele in Kassel vermerkten, mit den Fahrtstrecken des Mannes verglichen und dabei festgestellt, dass acht von neun Zielen direkt auf den Routen des Beamten liegen.

Die "Ausspähungen vor Ort in Kassel" seien "unmittelbar mit der Person des ehemaligen Beschuldigten in Verbindung zu bringen", sagte der Anwalt der "Welt". Der markierte Plan wurde im November 2011 im Brandschutt des Zwickauer Hauses gefunden, das dem Trio als Unterschlupf diente. Beate Z. soll das Haus bei ihrer Flucht angezündet haben. Die Kanzlei vertritt die Hinterbliebenen des Mordopfers. Der Anwalt stellt im NSU-Prozess einen Antrag, um den Verfassungsschützer zu diesem Punkt erneut zu befragen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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