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Modernisierung der Radar- und Feuerleitanlagen der Fregatten F123

Archivmeldung vom 30.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Bundeswehr Fotograf: Inken Behne
Bild: Bundeswehr Fotograf: Inken Behne

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat am 30.07.2021 die ersten Verträge zur Modernisierung der taktischen Radar- und Feuerleitanlagen der Fregatten der Brandenburg-Klasse (F123) der Deutschen Marine mit dem schwedischen Auftragnehmer Saab AB unterzeichnet.

Der Vertrag über das BASIC-Paket beinhaltet den Ersatz der taktischen 3D- und 2D-Rundsuchradaranlagen der Fregatten. Als weltweites Alleinstellungsmerkmal verfügen diese zukünftig über eine aktive, nicht rotierende Antenne zur Abfrage von Freund-Feind-Daten (IFF - Identifikation Freund-Feind) über große Reichweiten. Parallel erfolgt eine umfangreiche Modifizierung des Führungs- und Waffeneinsatzsystems (FüWES) zur Integration der neuen Systeme. Die Modifizierung des FüWES wird die Resilienz gegenüber modernen Cyber-Bedrohungen erheblich stärken und die Grundlage für Modernisierung weiterer Fähigkeiten der Fregatten der Brandenburg-Klasse bilden. Wo immer möglich, wird von Hersteller-unabhängigen und offenen Standards Gebrauch gemacht. Die sukzessive Bereitstellung der modernisierten Fregatten ist für die Jahre 2024 bis 2027 geplant.

Ebenfalls wurde begleitend mit Fa. Saab AB ein Vertrag zu Leistungen des Komplexes "Performance Based Logistics" (PBL) zur Sicherstellung der Einsatzreife in der Nutzungsphase unterzeichnet. Die Bereitstellung von Ersatz- und Austauschteilen und einsatzbezogenen Teilepaketen sowie die Pflege der technischen Dokumentation und der logistischen Stammdaten einschließlich der vorausschauenden Wartung der Systeme und Anlagen sind Bestandteile des PBL-Vertrages. Dies sichert der Bundeswehr über den gesamten Vertragszeitraum den Erhalt der Einsatzreife bei minimalem eigenen Ressourcen-Aufwand und gleichsam der Industrie den planbaren Erhalt von Know-how und Fertigungskapazitäten.

Der nächste Schritt ist ein noch in 2021 zu erwartender Vertragsschluss hinsichtlich der Modernisierung des Sensor-Pakets, der den Ersatz der bisher verwendeten Anlagen zur elektronischen Kampfführung unter Nutzung marktverfügbarer Produkte inklusive eines Laser-Warn-Systems sowie die Fähigkeitserweiterung im Bereich der taktischen Datenlinks beinhalten wird.

"Durch den erreichten Vertragsabschluss zur Modernisierung der taktischen Radar- und Feuerleitanlagen sowie der Überarbeitung des Segments "elektronischer Kampf", vereinbart das BAAINBw die ersten einer Reihe von Maßnahmen, um die Fregatte Klasse 123 zielgerichtet an neue Bedrohungen anzupassen und deren Einsatzbereitschaft bis ins Jahr 2035 sicherzustellen.", so der Projektleiter F123 im BAAINBw, Jürgen Giefer.

Weitere Pakete für Abwehrmaßnahmen gegen Bedrohungen aus der Luft und Über-/Unterwasser (AWW-Paket- Above Water Warfare und ASW-Paket - Anti Submarine Warfare) sollen zeitnah folgen. Damit wird die operative Verfügbarkeit aller Einheiten der Klasse F123, insbesondere im Bereich Verbands-ASW, mindestens bis zum Fähigkeitsübergang auf F126 mit geplanter Indienststellung der ersten Einheit der Klasse im Jahr 2028 sichergestellt.

Quelle: PIZ Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (ots)

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