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Zahl der Unfalltoten in Deutschland auf rund 25.000 gestiegen

Archivmeldung vom 14.06.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.06.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA"
Bild: "obs/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA"

Fast 25.000 Unfalltote und rund 10 Millionen Unfallverletzte gab es 2015 in Deutschland. Diese Schätzung veröffentlichte jetzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit dem Faktenblatt "Unfallstatistik 2015". Da es in Deutschland keine einheitliche Erfassung aller Unfälle gibt, beruht die Gesamtunfallstatistik auf Daten zum Unfallgeschehen des Robert Koch-Institutes (RKI), des Statistischen Bundesamtes sowie der Unfallversicherungsträger. Der Löwenanteil der Unfälle ereignet sich in der Freizeit sowie im häuslichen Bereich. Während die Zahl der Unfallverletzten mit 9,73 Millionen leicht zurückging, stieg die Zahl der Unfalltoten um fast 2.000 auf insgesamt 24.578 Opfer in 2015 an.

Etwa jeder achte in Deutschland lebende Mensch hatte statistisch gesehen im Jahr 2015 einen Unfall. Fast 40 Prozent aller Unfälle ereigneten sich in der Freizeit (3,89 Mio.). Zu den Unfällen in diesem Bereich zählen auch sogenannte Alleinunfälle auf öffentlichen Verkehrswegen, die das Robert Koch-Institut als Verkehrsunfall zählt. Dazu gehören beispielsweise ein Sturz mit dem Fahrrad oder der Stolperunfall an der Bordsteinkante, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer verwickelt sind. Der häusliche Bereich folgt mit 3,15 Millionen Unfallverletzten auf Platz zwei. Im schulischen Bereich ereigneten sich insgesamt 1,3 Millionen Unfälle. Einen Arbeitsunfall hatten etwa 1 Million Beschäftigte. Die wenigsten Unfälle wurden im Bereich Verkehr verzeichnet. Hier erlitten insgesamt 0,39 Millionen Menschen einen Unfall.

Während die Zahl der Unfallverletzten in 2015 mit insgesamt 9,73 Millionen leicht zurück ging (ein Minus von 40.000), stieg die Zahl der tödlich Verunglückten um fast 2.000 auf insgesamt 24.578 an. Dabei gab es in den Bereichen Verkehr (3.633), Arbeit (480) und Schule (21) nur geringfügige Änderungen. Hingegen stieg die Zahl der tödlichen Unfälle in der Freizeit (10.628) sowie im häuslichen Bereich (9.816) mit einem Zuwachs von rund 10 Prozent deutlich an. Insgesamt erlitten 2015 rund 12 Prozent der Wohnbevölkerung Deutschlands oder rund jeder Achte eine Unfallverletzung, etwa 0,03 Prozent der Wohnbevölkerung verstarb aufgrund eines Unfalls.

Deutschland erfasst Unfälle nicht einheitlich. Deshalb greift die BAuA auf veröffentlichte Unfallzahlen aus unterschiedlichen Statistiken zurück oder rechnet die Zahlen anhand dieser Datensätze hoch. In die Statistik fließen unter anderem Daten aus der Todesursachenstatistik, Straßenverkehrsunfallstatistik, den Statistiken der gesetzlichen Unfallversicherungsträger sowie aus Datensätzen des RKI zum Unfallgeschehen in Heim und Freizeit ein.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (ots)

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