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Berliner Prügelattacke: Verdächtiger war Junioren-Vizemeister im Boxen

Archivmeldung vom 27.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Der mutmaßliche Totschläger vom Berliner Alexanderplatz entstammt einer bekannten Boxer-Familie: Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" war der türkischstämmige Onur U. Berliner Junioren-Vizemeister. Sein Onkel erkämpfte sich als Amateur mehrmals die Deutsche Meisterschaft, holte bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille und gewann als Profi drei Mal den Europameistertitel.

Onur U., der sich vermutlich in die Türkei abgesetzt hat, ist laut dem Magazin-Bericht wegen Körperverletzung, Nötigung und Waffenbesitz vorbestraft. Im Sommer saß er zwei Wochen im Dauerarrest, weil er einen Radfahrer verprügelt und schwer verletzt hatte, schreibt das Magazin.

Der 19-Jährige soll in der Nacht zum 14. Oktober mit fünf Komplizen den Abiturienten Jonny K. erschlagen haben. Drei von ihnen wurden verhaftet, zwei sind allerdings bereits wieder in Freiheit. "Das ist ein fatales Signal. Wir können das nicht zulassen und haben Beschwerde eingelegt", sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft.

Hauptverdächtiger soll mit Tat geprahlt haben

Einer der Hauptverdächtigen des tödlichen Angriffs auf einen 20-Jährigen am Berliner Alexanderplatz soll in seinem Umfeld mit der Tat geprahlt haben. Nach Angaben von Bekannten habe der 19-Jährige wenige Stunden nach der Prügelattacke erklärt, gemeinsam mit anderen "einen Typen totgeschlagen" zu haben, berichtet der "Spiegel". Der frühere Amateurboxer, ein Deutscher türkischer Herkunft, wird von seinem Umfeld als äußerst aggressiv beschrieben. Nach dem Angriff in der Nacht zum 14. Oktober soll er sich laut den Bekannten in die Türkei abgesetzt haben. Auch die Ermittler vermuteten den Beschuldigten im Heimatland seiner Familie. Noch Freitagnachmittag wurde intensiv nach ihm gefahndet. Der Fall befeuert indes die Debatte um den Umgang mit jugendlichen Gewalttätern. Denn der junge Mann war strafrechtlich öfter in Erscheinung getreten als bislang bekannt: Zwischen September 2010 und Juni 2012 wurde er insgesamt viermal verurteilt, unter anderem wegen Körperverletzung, Nötigung und dem "unerlaubten Beisichführens eines Butterfly-Messers". Die Taten des in Berlin Geborenen wurden jeweils nach dem Jugendstrafrecht geahndet. Dem jungen Mann wurden Arbeitsstunden und die Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Seminar auferlegt, bei seiner letzten Verurteilung verhängte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten einen zweiwöchigen Dauerarrest gegen ihn.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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