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GSG-9-Einsatz in Bad Kleinen: Seiters appelliert an "Spiegel"

Archivmeldung vom 19.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ein Einsatz der GSG9: Schwer bewaffnet und gefährlich.
Ein Einsatz der GSG9: Schwer bewaffnet und gefährlich.

Foto: Flophila88
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Zweieinhalb Jahrzehnte nach dem Einsatz der Spezialeinheit GSG9 in Bad Kleinen hat der frühere Bundesinnenminister Rudolf Seiters (CDU) die Forderung nach einer Offenlegung eines angeblichen "Spiegel"-Informanten erneuert.

Gegenüber "Bild" sagte Seiters: "Ich persönlich habe an die Version von Herrn Leyendecker nicht geglaubt. Da soll sich ein beteiligter Beamter und Spezialist an den `Spiegel` gewandt haben... Da muss man schon eine große Fantasie entwickeln, wenn man das glauben will." Der damalige Spiegel-Journalist und spätere Redakteur der "Süddeutschen Zeitung", Hans Leyendecker, hatte als Autor für die Berichterstattung über Bad Kleinen verantwortlich gezeichnet.

Seiters, der im Zuge der Vorfälle von Bad Kleinen 1993 zurückgetreten war, zitierte gegenüber "Bild" aus dem Abschlussbericht der Bundesregierung vom 7. April 1994 und schloss sich der dort genannten Forderung nach Offenlegung des "Zeugen" an, die bis heute nicht erfolgt sei. Darin heißt es: "Angesichts der Schwere des Vorwurfs und der frühen Zweifel an der Zuverlässigkeit zu dem Beweiswert der `Zeugenaussage`, stellt sich die Frage nach der unverzichtbaren Verantwortung des Presseorgans gegenüber der Öffentlichkeit und den Betroffenen. Leider hat es bis heute weder ein Wort des Bedauerns, noch der Entschuldigung gegenüber den zu Unrecht belasteten GSG9-Beamten gegeben."

Bei dem GSG-9-Einsatz am 27. Juni 1993 in Bad Kleinen sollten die RAF-Terroristen Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams festgenommen werden, nachdem ein V-Mann die Behörden über ein Treffen informiert hatte. Hogefeld wurde dann auch in der Unterführung des Bahnhofs Bad Kleinen festgenommen, während Grams zunächst auf den Bahnsteig fliehen konnte. Bei einem anschließenden Feuergefecht erschoss er den GSG-9-Beamten Michael N. Was dann passierte, ist bis heute immer wieder Gegenstand der Debatte. Laut dem mehrfach gerichtlich überprüften Ergebnis der staatsanwaltlichen Ermittlungen beging Guams Suizid. Schon kurz nach dem Vorfall im Jahr 1993 griffen verschiedene Medien aber Zeugenaussagen auf, die von einer "Exekution" Grams’ durch Polizeibeamte berichteten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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