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Sonnen-Grundschule in Berlin-Neukölln: Verunsicherung durch potentiell gefährliche Faserstäube

Archivmeldung vom 22.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Biohazard, Symbol für Gefahren durch biologische Erreger
Biohazard, Symbol für Gefahren durch biologische Erreger

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Zahlreiche Lehrer und Eltern an der Neuköllner Sonnengrundschule sind verunsichert und fürchten um die Gesundheit ihrer Kinder. Kurz vor den Sommerferien begannen dort Arbeiten an den Decken, bei denen künstliche Mineralfaser-Platten beschädigt wurden.

Laut einem Gutachten, das der Abendschau exklusiv vorliegt, sind die dort verbauten Platten belastet mit "lungengängigen Fasern", die als "krebserzeugend" für den Menschen gelten müssen. Möglicherweise waren Kinder und Lehrer vor den Ferien anwesend, während solche Platten zerstört wurden. Später sollen Lehrer Klassenräume von Staub und Plattenresten befreit haben, ohne zu ahnen, dass diese gefährliche Fasern enthalten.

Seit einer Woche werden alle betroffenen Räume durch eine Spezialfirma gereinigt, das haben der Bezirk Neukölln und die Senatsverwaltung für Bildung veranlasst. Sie gaben außerdem am 1. August Luftmessungen in Auftrag. Demnach ist die Raumluft frei von gefährlichen Faserkonzentrationen. In der nächsten Woche soll der Unterricht wieder regulär aufgenommen werden.

Für viele Lehrer bleibt aber trotz der Bescheinigung der Unbedenklichkeit der Raumluft am 1. August unklar, ob sie durch die Stäube einer Gesundheitsgefährdung ausgesetzt waren. Öffentlich äußern möchte sich aber niemand von ihnen, sie befürchten Repressionen durch das Schulamt oder die Senatsverwaltung für Bildung.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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