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Mehr als 200000 Kinder und Jugendliche rufen jährlich Sorgentelefone an

Archivmeldung vom 20.12.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.12.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: S.Hainz  / pixelio.de
Bild: S.Hainz / pixelio.de

Im Schutz der Anonymität des Telefons finden viele Jugendliche den Mut, heikle Themen anzusprechen, die sie bei Eltern, Freunden oder Lehrern nicht zu offenbaren wagen. Mehr als 200000 Mädchen und Jungen rufen jedes Jahr eine "Nummer gegen Kummer" an, berichtet die "Apotheken Umschau". Mittlerweile hat auch die Zahl der Jungen zugenommen, die dort Hilfe suchen - von rund 25 Prozent vor 10 Jahren auf nun knapp 40 Prozent. Am Telefon dürfen sie alles zur Sprache bringen, was ihnen auf der Seele brennt, ob Konflikte mit Eltern oder Freunden, Schulprobleme, Liebeskummer, Mobbing oder sexuelle Fragen.

Bild: M.E. / pixelio.de
Bild: M.E. / pixelio.de

Die kostenlosen 0800-Nummern sind mit rund 4000 ehrenamtlichen Beratern besetzt. Kinder und Jugendliche wählen folgende Nummern: 0800/1110333 und 116111, Eltern 0800/1110550. Wer die Telefonseelsorge bevorzugt, kann diese Nummern wählen: 0800/1110111 und 1110222. Eine weitere Alternative ist die Internetseite www.nummergegenkummer.de.

Um welche Themen es dabei meistens geht, dazu Peter Kanzler, Chefredakteur der "Apotheken Umschau":

"Gerade um die Weihnachtszeit geht es oft um Themen wie 'der Sinn des Lebens' oder 'was bedeutet die Familie für mich?'. Weitere Themen sind Klassiker wie Liebeskummer, Partnerschaft oder auch 'das erste Mal'. Zunehmend im Kommen sind Fragen zum Mobbing, insbesondere dem Mobbing im Internet, dem so genannten Cyber-Mobbing."

Mobbing im Internet, darunter leiden vor allem Schülerinnen und Schüler. Für sie, aber auch für erwachsene Anrufer, ist die Nummer gegen Kummer eine gute Wahl:

"Jeder kann anrufen, es gibt keine Beschränkung. Pro Jahr sind es immerhin mehrere Millionen, die die telefonischen Seelsorge-Einrichtungen in Anspruch nehmen. Früher waren es vor allem Mädchen, die angerufen haben, mittlerweile ist aber der Anteil der Jungen auf fast vierzig Prozent gestiegen."

Seinen Namen muss man am Telefon nicht nennen, denn die Beratung ist anonym und kostenlos. Die Nummern der Sorgentelefone sind leicht zu finden:

"Es gibt eine Vielzahl von Sorgentelefonen in Deutschland. Die Nummern stehen im Telefonbuch oder auch im Internet. Eine Zentralnummer für alle Seelsorge-Einrichtungen gibt es leider nicht. Eine Beratung ist übrigens auch per E-Mail im Internet möglich, auf Wunsch auch anonym."

Wer selbst fest im Leben steht und Zeit und Lust hat, anderen zu helfen, kann bei den Sorgentelefonen ehrenamtlich als Berater arbeiten, berichtet die "Apotheken Umschau". Regelmäßige Schulungen für die Ehrenamtlichen sorgen dafür, dass man bei der Nummer gegen Kummer immer eine gute Beratung und ein offenes Ohr findet.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau (ots)

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