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Baustellen-Diebe in Sachsen-Anhalt immer dreister

Archivmeldung vom 26.07.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.07.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de
Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de

Baufirmen in Sachsen-Anhalt entsteht durch Diebstahl ein immer größerer Schaden. Allein 2016 belief sich die Schadenssumme auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag, sagte Susann Stein, Sprecherin des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt (Bisa), der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.

Das sei ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Gesunken ist hingegen die Zahl der Diebstahldelikte. Nach Angaben des Verbandes ging diese im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 1 386 Fälle zurück. Laut Bisa-Sprecherin Stein ist das aber kein Anlass zur Entwarnung: "Die Schwere der Taten nimmt zu. Die Täter gehen zunehmend organisiert und in Banden vor."

Eine Umfrage des Verbandes ergab, dass 78 Prozent der Bauunternehmen im Land 2016 von Diebstahl betroffen waren. Dabei hätten es Diebe insbesondere auf Baumaschinen und -geräte abgesehen. "Früher wurde ein Rolle Kupferdraht geklaut, inzwischen kommen Täter mit Tiefladern, um beispielsweise Minibagger und Fräsen von den Baustellen zu klauen", sagte Stein dem Blatt. Dass Diebe auf Baustellen immer dreister agieren, zeigt auch ein Fall, der sich kürzlich in Halle ereignet hat. Nahe des Hauptbahnhofs haben Unbekannte unbemerkt ein tonnenschweres, komplettes Baugerüst abgebaut und abtransportiert. Der Schaden wird auf 40 000 bis 45 000 Euro geschätzt.

"Die Täter sind sehr gerissen", sagte Andreas von Koß, Sprecher des Landeskriminalamtes, der Zeitung und verweist darauf, dass sich die Strategie der Diebe in den vergangenen Jahren merklich verändert habe. Gestohlen werde nicht mehr ausschließlich nachts, wenn alles ruhig ist. Stattdessen würden Täter zu normalen Geschäftszeiten in Blaumann und mit Baufahrzeugen anrücken und Diebesgut verladen. "Gerade auf Großbaustellen weiß der eine oft nicht, was der andere macht", so von Koß. Diese Anonymität machen sich Täter zunutze, um ungestört zuzuschlagen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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