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Zeitung: Baukosten am Limburger Bischofssitz könnten weiter steigen

Archivmeldung vom 12.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Limburg: Die Westfassade des Doms mit den Doppeltürmen
Limburg: Die Westfassade des Doms mit den Doppeltürmen

Foto: Mylius
Lizenz: GFDL 1.2
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Umbauten am Limburger Bischofssitz könnten noch einmal deutlich teurer werden. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" rechnet die Limburger Stadtverwaltung angeblich zusätzlich zu den bisher veranschlagten 31 Millionen Euro für den Bischofssitz mit Folgekosten in Millionenhöhe. Der Grund seien Schäden in der direkten Umgebung der Residenz, die durch die Baumaßnahmen entstanden seien und von der Kirche angeblich beglichen werden müssten. Die Gesamtkosten könnten dem Vernehmen nach damit auf schätzungsweise bis zu 40 Millionen Euro steigen.

Konkret handelt es sich um erhebliche Straßenschäden sowie Beschädigungen an Häuserfassaden auf der Zufahrt zum Domberg. Zudem prüft das Limburger Bauamt laut des Zeitungsberichtes der "Welt" derzeit, wie sehr die unter den Zufahrten liegende Kanalisation, die Gasleitungen und Kabel in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Auch eine 25 Meter lange Mauer, die im Zuge der Bauarbeiten abgerissen wurde, müsse neu aufgezogen werden. Bistumssprecher Martin Wind bestätigte der "Welt am Sonntag", dass solche Kosten auf den Bischöflichen Stuhl zukommen: "Diese Rechnungen werden dann selbstverständlich beglichen", sagte er. Zur Höhe machte er keine Angaben und verwies auf die Prüfung des Bauamts.

Damit steigt der Druck auf den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Dieser sieht sich zudem mit Vorwürfen konfrontiert, die Unwahrheit über die tatsächlichen Kosten beim Bau der Bischofsresidenz gesagt zu haben.

Erzbischof Müller verteidigt Limburger Bischof

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat dem umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst den Rücken gestärkt. Während einer Messe in der Kirche des römischen Campo Santo Teutonico über das Evangelium und die Dämonen sagte Müller am Freitagabend, dass es sich bei den Vorwürfen gegen den Bischof um eine "Erfindung von Journalisten" und eine "Medienkampagne" handle. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.). Für die hohen Baukosten für das Bischöfliche Haus in Limburg sei nicht der Bischof verantwortlich, die Verantwortung liege vielmehr bei dessen Mitarbeitern.

Tebartz-van Elst wollte ursprünglich noch an diesem Samstag nach Rom fliegen, um dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, zuvorzukommen. Zollitsch will Papst Franziskus im Laufe der Woche über die Vorgänge im Bistum Limburg informieren, die er selbst als untragbar erachtet. Nach F.A.S.-Informationen hält Zollitsch ungeachtet der neueren Entwicklungen an seinem Besuchsprogramm fest, das am Montag beginnt. Der Erzbischof wolle sich nicht unter Druck setzen lassen, erfuhr die F.A.S. aus Kirchenkreisen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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