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Künstler Scott Holmquist: Umstrittene Ausstellung über Drogendealer ist "nüchtern und sachlich"

Archivmeldung vom 20.11.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
1973 noch legales Haschisch-Geschäft in Kathmandu (Nepal) (Symbolbild)
1973 noch legales Haschisch-Geschäft in Kathmandu (Nepal) (Symbolbild)

Von Roger McLassus. - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=351429

Im Berliner Friedrichshain-Kreuzberg-Museum wird an diesem Dienstag die umstrittene Ausstellung "Andere Heimaten" über Drogendealer im öffentlichen Raum eröffnet, eine Arbeit des US-amerikanischer Konzeptkünstlers Scott Holmquist.

Im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" widerspricht der Künstler den Vorwürfen: Die Ausstellung glorifiziere Drogendealer zu keinem Moment. "Sie ist, im Gegenteil, sehr nüchtern und sachlich." Unterteilt sei die Schau in drei Bereiche: Zunächst werden Medienbilder von Drogenhändlern dokumentiert: "Sie sollen als Spiegel der gesellschaftlichen und kollektiven Wahrnehmung des Themas dienen." In einem zweiten Teil kommen die Betroffenen selbst zu Wort. "Der Besucher", so Holmquist, "findet dort, völlig wertneutral, Informationen über den Menschen hinter dem Drogendealer, seinen Herkunftsort und darüber, wie er sich als Körper durch den Raum nach Berlin bewegt hat." Am Ende steht ein digitales Reiseportal, Zielorte sind die Herkunftsländer der Dealer.

Holmquist bezeichnet die Ausstellung als "künstlerisches Narrativ, das etablierte Denkmuster aufbrechen will". Zu Unrecht sei das Bild des Dealers in der Öffentlichkeit "sehr eng verknüpft mit rassistischen Motiven, Bildern und besorgniserregenden Argumentationsketten".

Quelle: neues deutschland (ots)

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