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Romann räumt einzelne Fehler nach Kölner Silvesternacht ein

Archivmeldung vom 30.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann
Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann

Bild: Bundespolizei

Ein Jahr nach den Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht hat der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, teilweises Fehlverhalten seiner Beamten eingeräumt. "Ich kann im Ergebnis keine Fehler beim Einsatz der Bundespolizei feststellen, das Meldeverfahren nach dem Ereignis ausgenommen", sagte Romann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Höhere Stellen der Bundespolizei sind dem Bericht zufolge verzögert über die Vorfälle informiert worden. Romann selbst hat danach erst am 4. Januar von den Übergriffen aus der Presse erfahren. Zugleich wies der Polizeipräsident auf personelle Engpässe hin. "Wir waren blank, mit Ausnahme der GSG 9, die aus mehreren Gründen für diesen Einsatz nicht in Betracht kam", sagte er.

Die Einsatzkräfte waren nach Informationen der Zeitungen zu einem großen Teil wegen des Flüchtlingszustroms an der bayrisch-österreichischen Grenze, bei einer Terrorwarnung in München und bei einer Großveranstaltung in Berlin gebunden gewesen. Nach Romanns Darstellung belasten die Ereignisse der Silvesternacht die Polizisten immer noch.

"Das nagt an den Beamten bis heute. Nicht helfen zu können, ist mit ihrem Berufsethos nicht zu vereinbaren", sagte er. CSU-Chef Horst Seehofer bewertet den Umgang mit den Übergriffen kritischer. Es sei "eine partielle Ohnmacht des Staates offenbar geworden", sagte er den Zeitungen. "Da geht auch ein Stück Glaube in die Handlungsfähigkeit eines Rechtsstaates verloren."

Der frühere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bekräftigte seine Kritik an der Kommunikation der Vorfälle. Bei dem Bemühen, kein Öl ins Feuer zu gießen, dürfe "nicht der Eindruck von Vertuschung und Verharmlosung entstehen", sagte er den Zeitungen: "Die verharmlosende Kommunikation hat den Verschwörungstheoretikern alle Türen geöffnet."

Auch sei in Köln deutlich geworden, "welches Konfliktpotential wir uns ins Land geholt haben".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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