Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Vermischtes Hannover: Schlachtrinder ohne Wasser

Hannover: Schlachtrinder ohne Wasser

Archivmeldung vom 30.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Tiertransporter Bild: Polizei
Tiertransporter Bild: Polizei

Einen tierischen Einsatz haben Beamte der Autobahnpolizei am Donnerstag, 29.10.2020, auf der BAB 2 nahe Godshorn erlebt. Aufgrund eines Hinweises wurde die Polizei auf Schlachtrinder aufmerksam, die von einem defekten Tiertransporter in einen anderen umgeladen wurden. Dabei bestand die Gefahr, dass eines der Tiere entweicht und auf die Autobahn läuft. Zudem wurden weitere Mängel festgestellt.

Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei war der mit 26 Schlachtrindern beladene Tiertransporter eines 52-Jährigen bereits am Donnerstagmorgen aufgrund eines Reifenplatzers liegengeblieben. Das Fahrzeug war zuvor in Tschechien gestartet und auf dem Weg zu einem Schlachtbetrieb in Lübbecke in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund des Defekts an dem Lkw der Marke DAF wurde ein Ersatzfahrzeug zu dem Rastplatz geschickt, in das die Rinder umgeladen werden sollten.

Als die Polizei gegen 14:50 Uhr auf dem Rastplatz in Fahrtrichtung Dortmund eintraf, stellten die Beamten zwei hintereinanderstehende Lastwagen fest, deren Laderampen geöffnet waren. Mit Hilfe seitlich angebrachter Verladegitter hatten bereits zehn Bullen das Fahrzeug gewechselt. Dabei bestand jedoch die Gefahr, dass ein aufgeschrecktes Tier, die niedrigste Stelle der Gitter überspringen und auf den Rastplatz oder die Autobahn laufen könnte. Ohnehin wurde die Verladung in diesem Moment jedoch gestoppt, weil Veterinäre hinzugezogen wurden und die Transportbedingungen überprüfen sollten.

Als die Experten eintrafen, stellten sie diverse Verstöße in Bezug auf den Tiertransport fest. Das Hauptproblem war, dass die Tiere vor Ort nicht getränkt werden konnten. Zudem war der Ersatz-Lkw zu klein, um alle Tiere aufzunehmen und bis zum Ziel zu transportieren. Aus diesem Grund wurde die Auflage gemacht, dass ein weiterer Lkw kommen müsse, um die restlichen Tiere zum Zielort zu transportieren. Um die Tiere während der Wartezeit mit Wasser zu versorgen, musste außerdem die Feuerwehr hinzugezogen werden, die die Tränken des Pannen-Lkw mit Wasser befüllte.

Erst gegen 19:45 Uhr traf der zweite Ersatz-Lkw auf dem Rastplatz an, so dass die Verladung der übrigen Tiere beginnen konnte und die Transporter ihre Fahrt zum Bestimmungsort fortsetzen konnten. Die Polizei hat aufgrund von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ein Verfahren gegen den 58 Jahre alten Lkw-Fahrer eingeleitet. Zudem musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 Euro hinterlegen.

Quelle: Polizeidirektion Hannover (ots)

Videos
Bild: Screenshot Youtube
Zweitgrößtes Teleskop der Welt begräbt sich kurz vor Abriss selbst
Die Verursacher der Corona-Krise sind eindeutig identifiziert
Die Verursacher der Corona-Krise sind eindeutig identifiziert
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte kobold in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige