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Neues Handy-System lokalisiert Amokschützen

Archivmeldung vom 22.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Rekonstruktion des Amoklaufs in Las Vegas aus dem Jahr 2017.
Rekonstruktion des Amoklaufs in Las Vegas aus dem Jahr 2017.

Grafik: cmu.edu

Forscher der Carnegie Mellon University haben mit "VERA" ein Detektionssystem entwickelt, das Amokläufer binnen Minuten lokalisiert und somit Schlimmeres verhindern kann. Hierzu wurde mit drei Smartphones gearbeitet und die Tat von Las Vegas nachgestellt. Am 1. Oktober 2017 ermordete dort ein Scharfschütze in zehn Minuten 58 Menschen und verletzte rund 870.

Maschinelles Lernen als Basis

"Video Event Reconstruction and Analysis" (VERA) nennt Alexander Hauptmann, Professor für Sprachtechnologien, das System. Es soll die Mikrofon-Ortung von Amokschützen, die die US-Polizei bereits nutzt, nicht ersetzen, sondern ergänzen. VERA basiert auf maschinellem Lernen, um die Handy-Videos zu synchronisieren und die Position jeder Kamera anhand der Bilder zu errechnen. Das System bewertet zudem die Geräusche, die die Handys jeweils aufnehmen.

Um den Aufenthaltsort des Schützen zu ermitteln, berücksichtigt VERA die Verzögerung zwischen der Schockwelle, die ein überschallschnelles Geschoss hervorruft, und dem Mündungsknall - und das für jede der drei Kameras. Daraus errechnet das System die Position des Schützen. Aus diesen Daten lässt sich Hauptmann zufolge sogar der Waffentyp herleiten.

Software nutzen und anpassen

"Als wir mit der Entwicklung begannen, waren wir skeptisch, ob der Mündungsknall von den Mikrofonen der Smartphones in ausreichender Qualität registriert würde. Doch die heutigen Mikrofone schaffen das spielend", so Hauptmann. Es handelt sich um eine Open-Source-Software, die jeder benutzen und an seine Bedürfnisse anpassen kann. Hauptmann und sein Kollege Jay D. Aronson hoffen, dass andere Nutzer die Software mit neuen Features anreichern.

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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