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Kriminalisten warnen vor Hackerangriffen auf Krankenhäuser

Archivmeldung vom 27.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Hacker (Symbolbild)
Hacker (Symbolbild)

In den Sicherheitsbehörden herrscht Sorge vor Cyberattacken auf Krankenhäuser und andere wichtige Einrichtungen wie Energieversorger. Die Auswirkungen solcher Angriffe wären derzeit "noch gravierender" als sonst, heißt es in einem vertraulichen Bericht von Kriminalisten von Bund und Ländern, über den der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet.

In der Vergangenheit haben Hacker bereits mehrfach die IT von Kliniken lahmgelegt, um Lösegeld zu erpressen. Laut dem Behördenpapier hätten einzelne Cyberkriminelle zwar öffentlich behauptet, ihre Angriffe auf medizinische Einrichtungen während der Epidemie auszusetzen. Doch nicht alle halten sich an den digitalen Waffenstillstand: In Frankreich und Tschechien habe es bereits Attacken auf Kliniken gegeben, auch die Weltgesundheitsorganisation WHO sei ins Visier von Hackern geraten, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter.

In Deutschland soll es zumindest einen Versuch gegeben haben, eine Gesundheitseinrichtung mit der Androhung eines Angriffs zu erpressen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik drängt systemrelevante Unternehmen, ihre IT-Schutzmaßnahmen zu verschärfen. Für Hersteller von Medizinprodukten, Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen bestehe "ein erhöhtes Bedrohungsrisiko". Auch die Netze des Robert Koch-Instituts sollten besser gegen Angriffe abgesichert werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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