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Rheinische Kirche warnt vor Down-Bluttest für Schwangere

Archivmeldung vom 22.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Achtjähriger Junge mit Trisomie 21
Achtjähriger Junge mit Trisomie 21

Foto: Vanellus Foto
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat den neuen Bluttest für Schwangere auf das Down-Syndrom kritisiert. "Leben mit Behinderung wird immer mehr zu einem Sonderfall, den es zu verhindern gilt, und dieser Test ist ein Baustein in dieser Entwicklung", sagte Vizepräses Petra Bosse-Huber der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Letztlich wird damit das Lebensrecht der ungeborenen Kinder infrage gestellt."

Sie befürchte, dass durch die Einführung des Tests die Zahl der Abtreibungen ungeborener Kinder mit Down-Syndrom zunehmen werde, sagte die Theologin. Zwar sei sie gegen ein Verbot des Tests, weil Eltern das Recht auf die modernsten medizinischen Verfahren hätten. Die massenhafte Nutzung des Bluttests berge aber ein Risiko: Es bestehe die Gefahr, dass das "Recht auf Nichtwissen" der werdenden Eltern gesellschaftlich immer weniger akzeptiert werde: "Eine solche Entwicklung stigmatisiert auch die Eltern mit behinderten Kindern - nach dem Motto: Ihr hättet euch doch auch anders entscheiden können, das muss doch nicht sein." Der umstrittene Down-Bluttest für Schwangere ist seit Montag im deutschsprachigen Raum verfügbar.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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