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NATO-Flaggschiff auf Heimatkurs - Tender "Rhein" kehrt nach sechs Monaten heim.

Archivmeldung vom 19.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Tender RHEIN in der norwegischen Fjordlandschaft.
Tender RHEIN in der norwegischen Fjordlandschaft.

Am Freitag, den 21. Dezember 2018 um 10 Uhr wird der Tender "Rhein" im Heimathafen Kiel zurückerwartet. Die knapp 70-köpfige Besatzung aus dem Unterstützungsgeschwader machte sich Mitte Juni auf den Weg ins Mittelmeer. In den vergangenen sechs Monaten führte der Tender unter dem Kommando von Fregattenkapitän Alexander Stark (47) den Ständigen NATO Minenabwehrverband SNMCMG 2 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 2).

Der Tender wurde dabei als Flaggschiff für den Kommandeur des Minenabwehrverbandes eingesetzt, den deutschen Fregattenkapitän Frank Maginsky (48). "Wir sind die NATO auf See", erklärt der Stabsoffizier, der am 6. Juli 2018 im Hafen von Souda (Kreta, Griechenland) das NATO-Kommando übernommen hatte. Ihm unterstanden zeitweise sieben Minenabwehreinheiten der Allianz. "Von Gibraltar bis ins Schwarze Meer waren wir unterwegs", betont Maginsky. "Highlights waren die beiden 'Black Sea Deployments' - unsere Manöver im Schwarzen Meer. Die Übungen mit unseren bulgarischen und rumänischen Partnern bleiben uns genauso in Erinnerung wie die Hafenaufenthalte in Georgien und der Ukraine. Nicht nur an Manövern, sondern auch an Seemeilen haben wir einiges hinter uns gebracht. Wir freuen uns, dass wir nun nach einer so langen Fahrtstrecke eine Punktlandung zum Einlauftermin vor Weihnachten schaffen." Die Deutsche Marine wird auch nach dem Jahreswechsel ein Flaggschiff und den Kommandeur für den NATO-Minenabwehrverband im Mittelmeer stellen. Ende Januar wird der Tender "Werra" den Heimathafen Kiel verlassen, um bis zum Sommer die SNMCMG2 anzuführen.

Hintergrundinformationen

Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden.

Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte VERY HIGH READINESS JOINT TASK FORCE (VJTF) erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 2 operiert ganzjährig überwiegend im Mittelmeer und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine (ots)

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