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Studie: Stimmung in Pflegebranche wird immer schlechter

Archivmeldung vom 16.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Trotz Bemühungen der Politik, die Bedingungen in der Pflege zu verbessern, wird die Stimmung in der Branche immer schlechter. Das ist das Ergebnis des "Care-Klima-Index" im Auftrag des Deutschen Pflegetags, der am Mittwoch vorgestellt wird und über den das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet.

In einer Erhebung von Ende 2018 unter Pflegekräften, Ärzten, Pflegebedürftigen, Angehörigen sowie Vertretern von Kassen und Verbänden beurteilten 29 Prozent der Befragten die Qualität der Pflege nur als "mangelhaft". Das sind fünf Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. 28 Prozent schätzen die Patientensicherheit als "niedrig" ein. 2017 betrug der Anteil noch 26 Prozent. Die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte beurteilten 60 Prozent der Befragten als "schlecht".

Das ist ein Zuwachs um immerhin neun Prozentpunkte. Der aus den Antworten auf alle Fragen errechnete Stimmungs-Index sank von 100 auf 95,3 Punkte ab. Insgesamt 38 Prozent der Befragten meinten, der gesellschaftliche Stellenwert der Pflege sei gegenüber dem Vorjahr gesunken. 2017 sagten das nur 28 Prozent. 74 (Vorjahr: 69) Prozent sagten, die Relevanz der Pflege bei Politikern sei niedriger als zuvor. 71 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage, ob die personelle Ausstattung den gegenwärtigen Anforderungen gerecht werde, mit einem "Nein". 76 Prozent glauben nicht, dass der nötig Personalbedarf in den kommenden zehn Jahren gedeckt werden kann. 86 Prozent der Befragten sind für eine Ausweitung der Leistungen der Pflegeversicherung. 77 Prozent wären bereit, dafür höhere Beiträge zu zahlen. Zu den letzten Fragen gibt es keinen Vorjahresvergleich, da sie neu hinzugekommen sind beziehungsweise anders formuliert wurden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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