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Extrem-Winter sorgen für Schlagloch-Rekord auf deutschen Straßen

Archivmeldung vom 30.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Der harte Winter des Vorjahres und häufige Temperaturwechsel rund um den Gefrierpunkt greifen die Substanz der Straßen in Deutschland an wie noch nie zuvor. Das berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf Autofahrerverbände. Schon jetzt würden oft nur notdürftig geflickte ausgebesserte Fahrbahndecken aufbrechen.

Der Auto Club Europa (ACE) erwartet dem Bericht zufolge bis zum Frühjahr einen "Schlagloch-Rekord". Die ADAC-Straßensicherheits-Expertin Wiebke Thormann wird mit der Einschätzung zitiert, dass bundesweit "im Frühjahr jede zweite kommunale Straße kaputt sein dürfte". Die Expertin fügte hinzu: "Es wird sich rächen, dass jahrelang viel zu wenig ausgebessert wurde."

Nach Angaben des ADAC müssten acht Milliarden Euro pro Jahr in die Behebung der Substanzschäden fließen. Tatsächlich seien es aber nur fünf Milliarden. Eine gründliche Generalsanierung würde nach ACE-Angaben auf der Basis einer aktuellen Studie der TU Aachen rund 25 Milliarden Euro kosten. ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner warnt in der Online-Ausgabe "bild.de", dass die tiefen Asphaltlöcher schon zu Beginn der Frostperiode sich "zu einer schlimmen Fahrbahn-Katastrophe auswachsen". Schon jetzt seien selbst im verhältnismäßig reichen Baden-Württemberg mehr als 40 Prozent der Landesstrassen dringend sanierungsbedürftig. Da die meisten Kommunen in akuter Finanznot seien, befürchtet der ACE "eine Sparorgie unter dem Diktat knapper öffentlicher Kassen" und schätzt, dass 68 Prozent die Ausgaben für die Straßenunterhaltung strecken werden und 55 Prozent weniger Geld in Straßenbau-Neuinvestitionen stecken werden. Verbandssprecher Hillgärtner betonte: "Wer jetzt auf Sanierung verzichtet, macht die Sache für den Gebühren- und Steuerzahler später noch um ein Vielfaches teurer, denn die Schäden potenzieren sich." Dabei sei auch an die Sicherheit der Autofahrer zu denken: "Fakt ist, dass selbst auf Autobahnen tiefe Spurrillen das Schleuder- und Unfallrisiko erhöhen und an vielen Landstraßen die Fahrbahnränder bröckeln. Die Verkehrssicherungspflicht wird vernachlässigt und die Unfallverhütung kommt zu kurz. Wir brauchen Notprogramme, um die Autofahrer vor Gefahr für Leib und Leben zu schützen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur



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