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Protest gegen verkürzten Sommerferien-Korridor weitet sich aus

Archivmeldung vom 12.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Der ADAC und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) fürchten im kommenden Sommer in Deutschland deutlich teurere Ferienunterkünfte und lange Staus auf den Straßen. Grund ist der auf 71 Tage verkürzte Sommerferien-Korridor für die 16 Bundesländer. ADAC-Präsident Peter Meyer sagte der "Welt" mit Blick auf 2014: "Noch nie war die Überschneidung der Sommerferien so eng. Das hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verdichtet. Es wird dadurch immer schwieriger, die Urlaubsströme zu beherrschen."

Als Folge sieht Meyer "lange Staus auf den Autobahnen und überfüllte Ferienorte". Das müsse sich dringend ändern. Der ADAC fordert, die Sommerferien auf einen Zeitraum von Mitte Juni bis Ende September zu strecken. Vor allem müsse darauf geachtet werden, dass in den bevölkerungsreichen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die Ferien nicht gleichzeitig beginnen, so Meyer weiter. Die Bundesländer müssten sich aber auch mit ihren europäischen Nachbarn abstimmen: "Nordrhein-Westfalen mit Belgien und den Niederlanden, Schleswig-Holstein mit Dänemark. Andernfalls droht der Verkehrskollaps", warnte der ADAC-Präsident.

DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges warf den für die Sommerferien-Planung zuständigen Kultusministern vor, "offenbar keine Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen" zu haben. "Der nächste Sommer wird katastrophale Auswirkungen auf den Urlaubstourismus haben", sagte Hartges der "Welt". Eine Schädigung von Verbrauchern und Betrieben sei bei einem Zeitkorridor von nur 71 Ferientagen vorprogrammiert. Hartges sagte auch: "Die Übernachtungsbetriebe werden höhere Preise verlangen müssen. Die Zimmer könnten sie in dem Zeittraum zwei- bis dreimal verkaufen." Hartges schlug vor, den Zeitkorridor dauerhaft auf 80 bis 85 Tage festzulegen. Die drei bevölkerungsreichsten Länder müssten sich zudem absprechen, dass sich ihre Ferien allenfalls nur gering überschneiden. "Nächstes Jahr ist ein Beispiel dafür, wie man es nie wieder machen darf" , so Hartges.

Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD), schloss sich in der "Welt" der Kritik an der Sommerferien-Planung an: "Es ist sehr ärgerlich, dass die Schulferien in den nächsten Jahren so dicht gedrängt sind. Das muss künftig besser organisiert werden." Eine Entzerrung der Ferientermine sei nicht nur wichtig für die Tourismusbranche. "Es profitieren vor allem Familien mit Schulkindern davon, weil sie es dann leichter haben, ein Urlaubsquartier zu finden und ihr Urlaubsziel ohne größere Staus zu erreichen", stellte er klar. Sellering bezog sich auch auf Pläne der Kultusministerkonferenz (KMK), den Zeitkorridor für Sommerferien ab 2018 grundsätzlich enger zu fassen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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