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Auswirkungen von COVID-19 auf Auslandseinsatz: 200 Soldaten in Hotels im Köln-Bonner Raum untergebracht

Archivmeldung vom 30.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Auf dem Weg zu den in vorsorglicher Quarantäne befindlichen Soldaten. Dr. Peter Tauber, parlamentarischer Staatssekretär, mit dem stellvertretenden Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt (re.) und Oberstleutnant  Matthias Ott (li.). Bild: Bundeswehr
Auf dem Weg zu den in vorsorglicher Quarantäne befindlichen Soldaten. Dr. Peter Tauber, parlamentarischer Staatssekretär, mit dem stellvertretenden Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt (re.) und Oberstleutnant Matthias Ott (li.). Bild: Bundeswehr

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Dr. Peter Tauber, besuchte am Mittwochvormittag 123 von insgesamt 400 Soldatinnen und Soldaten, die derzeit in mehreren Hotels im Köln-Bonner sowie Hannoveraner Raum untergebracht sind. Die Gesamtverantwortung für die Unterbringung trägt die Streitkräftebasis.

Staatssekretär Dr. Tauber bedankte sich im Kreise der Soldatinnen und Soldaten vor Ort im Hotel bei den anwesenden Unterstützungsleistenden sowie bei den Hotelmitarbeitern für den großen und unermüdlichen Einsatz und die "tolle Arbeit". Sie alle würden in der Planung und der unmittelbaren Unterstützung wirklich alles tun, um den in den Einsatz nach Mali verlegenden militärischen und zivilen Angehörigen diese 14 Tage in der isolierten Unterbringung so angenehm wie möglich zu gestalten.

Im persönlichen Gespräch mit den Kontingentangehörigen konnte Peter Tauber einen Eindruck sowohl von der Belastung als auch von der ausgezeichneten Betreuung und Fürsorge gewinnen. Er wies darauf hin, dass die Bundeswehr in dieser besonderen Situation in der Öffentlichkeit vor allem durch die Hilfeleistung im Inland wahrgenommen werde. Die isolierte Unterbringung von Personal für Auslandseinsätze sei aber ausgerichtet auf den Kernauftrag der Bundeswehr, um deren Einsatzbereitschaft und Einsatzfähigkeit in den Auslandseinsätzen sicherzustellen. Dies sei insbesondere in einer solch schwierigen Situation wie derzeit unglaublich wichtig und entscheidend.

Die in der isolierten Unterbringung befindlichen Angehörigen der Bundeswehr und von anderen Stellen gehören alle zum nächsten Einsatzkontingent MINUSMA in Mali, das die Bundeswehr für die routinemäßige Rotation bereitstellt. Die Auftragserfüllung in den Einsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen ist auch in den Zeiten der Corona-Krise von unverändert hoher Priorität. Allerdings muss dieser Rotation gemäß nationaler und internationaler Vorgaben jetzt eine 14-tägige isolierte Unterbringung der Soldatinnen und Soldaten vorausgehen, damit sie und die Angehörigen des Kontingents einsatzbereit bleiben.

Die Unterbringung der durch die Bundeswehr angemieteten Hotels orientiert sich an den Auflagen und Rahmenbedingen eines strengen Hygienekonzeptes. Sämtliches Handeln in den Hotels ist darauf ausgerichtet, die Vorgaben einzuhalten. So durchlaufen die Soldatinnen und Soldaten aus zahlreichen Dienststellen in ganz Deutschland einen derzeit ergänzend notwendigen Abschnitt ihrer Einsatzvorbereitung der sanitätsdienstlich begleitet wird und mit einem Gesundheitszeugnis abschließt.

Das Unterstützungspersonal steht rund um die Uhr bereit und stellt im Rahmen der Fürsorge einen möglichst abwechslungsreichen Tagesablauf sicher. Dazu zählt insbesondere auch die Erfüllung individueller Wünsche sowie Sport und Bewegung im Freien. Zudem schafft die Hotelunterbringung mit moderner Ausstattung, WLAN und TV die Voraussetzung, mit Familienangehörigen und Freunden in Kontakt zu bleiben. Dabei kann sich auch auf die Begleitung der Truppenpsychologie und Militärseelsorge abgestützt werden. Im Rahmen freier Kapazitäten unterstützt die Bundeswehr weitere Institutionen und multinationale Partner durch Aufnahme und Betreuung in der isolierten Unterbringung.

Quelle: Presse- und Informationszentrum der Streitkräftebasis (ots)


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