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Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehl gegen Limburger Bischof

Archivmeldung vom 10.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Franz-Peter Tebartz-van Elst (2008)
Franz-Peter Tebartz-van Elst (2008)

Foto: Moguntiner
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat einen Strafbefehl gegen den Limburger Bischof Tebartz-van Elst beantragt. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Demnach wird dem katholischen Bischof vorgeworfen, im September letzten Jahres in zwei Fällen falsche Aussagen an Eides Statt vor dem Landgericht Hamburg abgegeben zu haben. Ihm droht dafür eine Geldstrafe.

Über den Antrag muss jetzt das Amtsgericht Hamburg entscheiden. Der Bischof steht zudem derzeit wegen der Kostenexplosion beim Umbau des Limburger Bischofsitzes in der Kritik. Deswegen prüft die Limburger Staatsanwaltschaft, ob sie ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue einleitet.

"Wir sind Kirche" sieht im Fall Tebartz-van Elst nur "Spitze des Eisbergs"

Der Sprecher der katholischen Reformbewegung "Wir sind Kirche", Christian Weisner, sieht den Fall des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst als "Signal für die anderen Bischöfe". Im Interview mit der Stuttgarter Zeitung sagt er: "Tebartz-van Elst ist momentan wohl nur die Spitze des Eisbergs. Er ist sicherlich nicht der einzige, der erste Klasse geflogen ist." Das katholische Kirchenrecht, wonach ein Bischof wie ein Monarch regieren könne, sei überholt. Es müsse nun ein Umdenken und eine Diskussion über das Bischofsamt, die Machtfülle und den Lebensstil der Bischöfe einsetzen. "Wir brauchen ein neues Amtsverständnis, nämlich sich selbst als Hirte zu sehen", sagte Weisner der Stuttgarter Zeitung.

SPD-Kirchenbeauftragte Griese: "Tebartz-van Elst schadet der katholischen Kirche insgesamt"

Die Kirchenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Griese, hat Bischof Tebartz-van Elst scharf kritisiert. "Bischof Tebartz-van Elst hat sich völlig von der Basis der Kirche entfernt und Misstrauen gesät. Sein Verhalten schadet nicht nur dem Bistum, sondern der katholischen Kirche insgesamt", sagte sie dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe).

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Stuttgarter Zeitung - Der Tagesspiegel (ots)

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