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Aomori stellt Guinness-Weltrekord bei der Bewerbung für die Anerkennung seiner prähistorischen Ruinen als Weltkulturerbe auf

Freigeschaltet am 17.10.2019 um 06:43 durch Andre Ott
Bild: Amori
Bild: Amori

Die nordjapanische Präfektur Aomori hat sich am 14. September im Rahmen ihrer Bemühungen, archäologische Ruinen in der Region im Jahr 2021 als Weltkulturerbe registrieren zu lassen, einen Platz im Guinness Buch der Rekorde erobert.

Die Ansammlung der vorgeschichtlichen Ruinen in Aomori und Umgebung stammt aus der prähistorischen Jomon-Zeit, die in etwa der Jungsteinzeit entspricht, und deren Stätten, über ganz Japan verteilt, Zeugnis einer primitiven Jäger-Sammlerkultur sind.

Die Regierung der Präfektur Aomori hatte ab August "Papierhände" bzw. Handabdrücke auf Papier von Besuchern der Ruinen in Sannai Maruyama und Komakino gesammelt. Die Handabdrücke wurden ausgeschnitten, und diese Ausschnitte wurden verkleinert und auf einem riesigen Blatt Papier zu Buchstaben in japanischer Schrift zusammengesetzt. Die Botschaft bedeutet übersetzt so viel wie "Auf gehts! Jomon - 2021 Registrierung als Weltkulturerbe" und misst 3,6 Meter mal 6,7 Meter.

Insgesamt wurden 2.476 Handabdrücke bzw. Ausschnitte gesammelt, womit das ursprüngliche Ziel von 2021 weit überschritten werden konnte, und die gigantische Botschaft ist, wie von offizieller Seite in Aomori verlautbart, formal im Guinness-Buch der Rekorde als "Größter in Papierhand geschriebener Satz" anerkannt. Die Kunst der Kombination von ausgeschnittenen Papierhandabdrücken ist dabei mit der Tradition der Jomon-Zeit verglichen worden, Steingut mit den Handabdrücken von Kindern zu formen.

Die Zertifizierung des Guiness-Buch-Rekords wurde im Rahmen einer Festveranstaltung in Sannai Maruyama am 14. September unter tosendem Applaus und Beifall der Teilnehmer, zu denen auch der Gouverneur von Aomori Shingo Mimura zählte, bekannt gegeben. Die letzten vier Handabdrücke der Botschaft fügten die Mitglieder der populären lokalen All-Girl-Pop-Gruppe Ringo Musume (Apfelmädchen) ein.

Aomori hat sich drei Jahre lang in Folge einen Platz im Guinness-Buch verdient. Im Jahr 2017 wurde die Präfektur für die Einrichtung des größten archäologischen Klassenzimmers anerkannt, das offiziell als "Größte Archäologiestunde" bezeichnet wird. 2018 wurde ein Objekt in Gestalt eines Ebers aus Faltpapier geschaffen, das als "Größtes Origami-Schwein- bzw. Wildschwein-Display" gewürdigt wurde. Die Regierung der Präfektur wird sich auch weiterhin für die Förderung der Fundstätten aus der Jomon-Zeit einsetzen, mit dem Ziel, sie 2021 zum Weltkulturerbe erklären zu lassen.

Quelle: Aomori Prefecture (ots)

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