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Weil sie „nicht sicher“ waren: US-Apotheker zerstört Hunderte Corona-Impfdosen

Archivmeldung vom 05.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Ampulle mit fünf Impfdosen des BioNTech-Vakzins
Ampulle mit fünf Impfdosen des BioNTech-Vakzins

Foto: FlickreviewR 2
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ein medizinischer Mitarbeiter soll in Grafton (US-Bundesstaat Wisconsin) große Mengen des Corona-Impfstoffs vernichtet haben – mutmaßlich mutwillig. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP vom Dienstag soll der Mann eine Erklärung für seine Handlungen geliefert haben.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "SNA News" schreibt weiter: "Am 26. Dezember wurden demnach außerhalb des Kühlschranks gelassene Dosen eines Coronavirus-Impfstoffs des US-Pharmaunternehmens Moderna in einer Krankenhausapotheke entdeckt. Zunächst soll man von einem Versehen ausgegangen sein.

Später gab aber der 46-jährige Verdächtige zu, die Viale am 24. Dezember vorsätzlich aus der Kühlung genommen und über Nacht stehen gelassen zu haben, um das Serum unbrauchbar zu machen. Er soll sie dann zurück in die Kühlung gebracht, dann am 25. Dezember wieder herausgenommen und stehen gelassen haben.

Nach AP-Angaben hätte das ruinierte Präparat für die Impfung von mehr als 500 Menschen ausgereicht. Der Wert der zerstörten Impfstoffe wird demnach auf rund 8000 bis 11.000 US-Dollar geschätzt. Außerhalb eines Kühlschranks bleibt die Vakzine zwölf Stunden brauchbar. Krankenhausmitarbeiter impften also 57 Menschen und legten den Rest des Serums ab.

Wie die Agentur unter Verweis auf den Staatsanwalt des Ozaukee Countys, Adam Gerol, sowie auf die Ermittler meldet, soll der Verdächtigte eigenen Angaben zufolge ein Verschwörungstheoretiker sein. Er habe geglaubt, die Vakzine sei „nicht sicher“ und würde die DNA der Patienten ändern.

Der 46-Jährige wurde gegen eine Bürgschaft in Höhe von 10.000 Dollar entlassen. Er muss außerdem seine Schusswaffen abgeben, darf im Gesundheitswesen nicht mehr arbeiten und keinen Kontakt zu den Mitarbeitern des Krankenhauses haben.

Laut Gerol werden die betroffenen Impfstoffdosen noch geprüft, um sicherzustellen, dass sie wirklich unbrauchbar sind. Erst dann würde die Strafanzeige erstattet."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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