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Bevorstehender Schulanfang: Nehmen Sie besonders Rücksicht und seien Sie Vorbild

Archivmeldung vom 11.09.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Aktion "Sicherer Schulweg" Bild: Polizei
Aktion "Sicherer Schulweg" Bild: Polizei

In der nächsten Woche beginnt für viele Erstklässler mit der Einschulung ein neuer Lebensabschnitt. Neben der Ausnahmesituation durch Corona müssen die Kleinen mit weiteren Hürden und Veränderungen umgehen: Viele von ihnen bewegen sich erstmals selbstständig im Straßenverkehr.

Unsere Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Daher gilt für alle anderen Verkehrsteilnehmer besondere Rücksichtnahme, um mögliche Fehler der jüngsten Verkehrsteilnehmer auszugleichen.

Auch Eltern können bereits im Vorfeld einiges tun, um ihre Kinder bei der Gewöhnung an den Straßenverkehr zu unterstützen bzw. ihnen einen sicheren Schulweg zu ermöglichen:

  • Bedenken Sie, dass ihr Kind sich zum Schulanfang erst auf Verkehrswege und Situationen einstellen muss. Vermitteln Sie ihm auf kindgerechte Weise ein Verständnis für schwierige Situationen und mögliche Gefahrenpunkte auf dem Weg zur Schule.
  • Gehen Sie zuvor den Weg mehrmals mit Ihrem Kind ab. Tauschen sie dabei spielerisch Rollen und lassen sich von ihrem Kind zur Schule führen. Auf diese Weise kann es Erfahrung sammeln und zuvor besprochene korrekte Verhaltensweisen verfestigen sich.
  • Planen Sie für den Schulweg mit ihrem Kind genügend Zeit ein. Denken Sie auch an Baustellen, gesperrte Unterführungen oder ausgefallene Fußgängerampeln, sodass keine Hektik entsteht, die zu Fehlern und Stress führt.
  • Denken Sie schon jetzt an die bevorstehende dunkle Jahreszeit. Kinder sollten helle, reflektierende Kleidung tragen, sodass sie im Straßenverkehr für andere gut sichtbar sind.

Kinder sollen grundsätzlich auf dem Bürgersteig bzw. auf Wegen gehen, die für Fußgänger ausgewiesen sind. Hier sollen sie immer innen gehen, nie zur Fahrbahn hin. Straßen sollen nur an übersichtlichen Stellen - an Ampeln, Mittelinseln oder Zebrastreifen - überquert werden.

Machen Sie darüber hinaus nach Möglichkeit keine Fahrdienste mit dem Auto. Sofern es möglich ist, sollten Sie Ihr Kind zu Fuß zur Schule gehen lassen. Frische Luft und Bewegung am Morgen sind ein optimaler Start für den Schultag. Außerdem lernen Kinder nur auf diese Weise, sich selbstständig und sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Hinzu kommt, dass es durch Kolonnen von Eltern-Autos - die sogenannten Eltern-Taxis - immer wieder zu gefährlichen Situationen und Chaos vor dem Schulgelände kommen kann. Sollten Sie Ihr Kind dennoch fahren müssen oder wollen, dann parken Sie möglichst ein Stück abseits des Schulgeländes und lassen Sie es zumindest das letzte Stück zum Schultor alleine gehen.

Doch nicht nur Kinder, auch erwachsene Verkehrsteilnehmer stehen zum Schuljahresbeginn im Blickpunkt: Die Polizei wird den Schulwegen während der kommenden Wochen erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr kündigt das Polizeipräsidium Konstanz verstärkte Kontrollen an und fordert Autofahrer zu besonders umsichtigem und rücksichtsvollem Fahrverhalten auf. Verstöße werden konsequent geahndet. Die Polizei führt Geschwindigkeitskontrollen an Stellen mit erhöhten Unfallgefahren für Kinder und Jugendliche, sowie im Bereich der Schulwege durch. Parken im Bereich von Park- oder Haltverboten im Umfeld von Schulen, Kindergärten oder geschützten Überwegen sowie die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt werden ebenfalls intensiv verfolgt.

Außerdem wird die technische Sicherheit der von Schülerinnen und Schülern genutzten Verkehrsmittel - also von Schulbussen, aber auch von Fahrrädern - überwacht. Unter dem Motto "Gurte retten Leben" kontrolliert die Polizei die Gurt- und Kindersicherungspflicht. Ein passender und altersgerechter Kindersitz ist für Kinder eine der besten Lebensversicherungen, sofern sie doch mal mit dem Auto zur Schule gebracht werden müssen. Für Kinder, die älter als zwölf Jahre oder größer als 150 Zentimeter sind, ist diese Versicherung der Sicherheitsgurt.

Im Rahmen der Verkehrsunfallprävention werden zudem durch die Polizei schwerpunktmäßig Schulwege überwacht, um die kleinen Schützlinge sicher in ihr neues Umfeld einzugewöhnen. Bei den Kontrollen werden die Polizisten bei den Radlern unter den Schülern sehr darauf achten, dass sie Fahrradhelme tragen und an die "Oben-Ohne-Fraktion" appellieren, zukünftig einen Helm zu tragen. All diese Maßnahmen dienen dazu, die Unfallrate auf Schulwegen weiterhin gering zu halten und unseren Kleinen einen sicheren Weg zur und von der Schule zu ermöglichen!

Quelle: Polizeipräsidium Konstanz (ots)

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