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Bundeswehrverband kritisiert "übereilte Personalreduzierung" im Zuge der Bundeswehrreform

Archivmeldung vom 22.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Oberst Ulrich Kirsch Bild: DBwV
Oberst Ulrich Kirsch Bild: DBwV

Die Bundeswehr wird kleiner, aber die Sorgen der Soldaten größer. Angesichts der anschwellenden Zahl von Eingaben von Bundeswehrsoldaten an den Wehrbeauftragten sagte der Chef des Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch, der Mittelbayerischen Zeitung: "Hauptgrund für die Sorgen und Nöte der Menschen in der Bundeswehr sind die Auswirkungen der Bundeswehrreform mit ihrer zum Teil übereilten Personalreduzierung. Die schmerzlichen Folgen sind enorme Belastungen durch Doppelstrukturen, Einsätze und verlängerte Stehzeiten im Ausland." Auf diese Probleme habe bereits eine Befragung des Bundeswehrverbandes im ersten Halbjahr hingewiesen. Bis zum 22. Oktober gingen beim Wehrbeauftragten 4163 Beschwerden von Soldaten ein. Das sind im Vergleich zum Vorjahr rund ein Fünftel mehr.

Es gibt besonders viele Beschwerden über "die teils skandalös langen Bearbeitungszeiten" bei der Beihilfe für Aufwendungen bei Krankheit oder Pflege für Soldaten und ihre Angehörigen, sagte Kirsch. Allein zu diesem Komplex erreichten den Wehrbeauftragten in diesem Jahr 350 Beschwerden. Beim Bundeswehrverband gingen sogar rund 45000 Protestkarten unter dem Motto: "Jetzt reicht`s" ein.

Verbandschef Ulrich Kirsch sagte mit Blick auf die sich abzeichnende neue Regierungskoalition: "Wir erwarten die konsequente Fortsetzung der Neuausrichtung der Bundeswehr im Sinne der Menschen. Wir vertrauen darauf, dass es keine Reform der Reform geben wird." Nachjustierungen ja, aber keine weiteren Reform."

Quelle: Mittelbayerische Zeitung (ots)

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