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Sterbefallzahlen in der 7. Kalenderwoche 2021: 4 % unter dem Durchschnitt der Vorjahre

Archivmeldung vom 02.03.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.03.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind in der 7. Kalenderwoche (15. bis 21. Februar) in Deutschland 20 162 Menschen gestorben. Diese Zahl liegt 4 % oder 776 Fälle unter dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche. Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor.

Durch ein Hochrechnungsverfahren unvollständiger Meldungen können die ersten Sterbefallzahlen für Deutschland bereits nach etwa einer Woche veröffentlicht werden.

Zahl der COVID-19-Todesfälle geht weiter zurück

Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle ist derzeit bis einschließlich der 5. Kalenderwoche 2021 (1. bis 7. Februar) möglich. In dieser Woche gab es laut dem RKI 2 974 COVID-19-Todesfälle. Die Zahl ist damit gegenüber der Vorwoche um 841 Fälle gesunken.

Die gesamten Sterbefallzahlen gingen in der 5. Kalenderwoche weiter zurück und lagen 796 Fälle beziehungsweise 4 % über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. Laut aktuellem Influenza-Wochenbericht des RKI ist die Aktivität sonstiger Atemwegserkrankungen, die normalerweise mit einem Anstieg der Sterbefallzahlen am Jahresanfang zusammenhängt, in dieser Wintersaison auf einem vorher nie erreichten, niedrigen Niveau. Insbesondere in den Jahren 2017 und 2018 waren die Sterbefallzahlen durch starke Grippewellen in den ersten Monaten des Jahres deutlich erhöht.

Sterbefälle in Sachsen im Januar um 57 % erhöht

Auf Länderebene lassen sich die Sterbefallzahlen derzeit bis einschließlich der 4. Kalenderwoche (25. bis 31. Januar) und damit für den gesamten Januar 2021 abbilden. Die höchste Differenz zum Durchschnitt der Vorjahre für diesen Monat wies weiterhin Sachsen auf. Schon im November (+39 %) und im Dezember 2020 (+104 %) waren die Sterbefallzahlen dort sehr deutlich erhöht - jeweils bezogen auf den Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Im ersten Monat des neuen Jahres lagen die Zahlen in Sachsen nun 57 % oder 2 930 Fälle über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020. In Thüringen (+45 % oder 1 221 Fälle) und Sachsen-Anhalt (+44 % oder 1 322 Fälle) waren die Abstände zum Durchschnitt der Vorjahre im Januar höher als noch im Dezember 2020 - dem Monat, in dem bundesweit im Zuge der Pandemie der höchste Abstand zum Durchschnitt erreicht wurde (bundesweit +31 %; Thüringen: +43 %; Sachsen-Anhalt: +33 %). Auch Brandenburg (+42 % oder 1 268 Fälle) gehört zu den Ländern, in denen die Zahl der Sterbefälle im Januar 2021 noch mindestens 30 % über dem Vierjahresdurchschnitt lag - jedoch wie in Sachsen und den meisten anderen Bundesländern mit rückläufiger Tendenz im Vergleich zum Vormonat.

Innerhalb Europas Portugal, England und die Niederlande derzeit am stärksten betroffen

Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit mit einem anderen Ansatz europaweit vergleichend ein. Auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen liegen dort ebenfalls erste Ergebnisse bis zur 7. Kalenderwoche vor, die sich durch Nachmeldungen noch verändern können. Für diese Woche wird bei EuroMOMO derzeit eine mäßige Übersterblichkeit ("moderate excess") für England, die Niederlande und Portugal gemeldet. Für Schottland wird eine niedrige Übersterblichkeit ("low excess") angegeben.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)


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