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Kapitän Reisch will Entkriminalisierung von Seenotrettern

Archivmeldung vom 31.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Brainbitch, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Brainbitch, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der deutsche Kapitän Claus-Peter Reisch will sich auch nicht durch hohe Geldstrafen davon abhalten lassen, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Es müsse endlich aufhören, "dass Seenotretter kriminalisiert werden", sagte Reisch dem "Mannheimer Morgen".

"Wir retten den Menschen das Leben, wir sind der Notarzt da draußen", so der Kapitän weiter. Von der Politik forderte er, die Fluchtursachen zu bekämpfen. "Wenn die Leute erst auf dem Wasser sind, ist doch schon alles zu spät", sagte Reisch. Weil er im August mit dem Rettungsschiff "Eleonore" mit mehr als 100 Migranten an Bord trotz eines Verbots in einen sizilianischen Hafen eingelaufen war, wurde er mit einem Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro belegt. Das Schiff wurde beschlagnahmt. Reisch hat Widerspruch eingelegt. Nun müsse man abwarten, wie das Verfahren weitergehe, so der Kapitän. Er hoffe, dass die Beschlagnahmung der "Eleonore" aufgehoben werde. "Dann fahren wir mit ihr wieder hinaus aufs Meer. Sie hat bewiesen, dass sie es kann - auch unter den schwierigsten Umständen", sagte Reisch dem "Mannheimer Morgen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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