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Berliner Strafrechtler Lammer zum Fall Woelki: "Man kann den Menschen ja nicht in den Kopf sehen"

Archivmeldung vom 25.11.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.11.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kardinal Rainer Maria Woelki (2020)
Kardinal Rainer Maria Woelki (2020)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Berliner Strafrechtler Dirk Lammer hält es für sehr schwierig, dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki die Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherungen nachzuweisen. "Aus meiner Sicht ist es unwahrscheinlich, dass man zu der Einschätzung kommt, dass da eine Falschaussage getätigt wurde", sagte Lammer der Kölnischen Rundschau zu Woelkis Angaben im Fall eines 2017 trotz eines zurückliegenden Kontaktes mit einem jungen Prostituierten beförderten Pfarrers.

Lammer leitet im Deutschen Anwaltverein den Geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht und ist Richter am brandenburgischen Verfassungsgerichtshof. Er äußerte sich vor dem Hintergrund der Vernehmung einer Zeugin, die vor Gericht aussagte, sie habe dem damaligen Weihbischof Woelki vor mehr als zehn Jahren telefonisch belastende Hinweise auf den Pfarrer gegeben. Woelki hatte erklärt, er habe von diesem Kontakt sowie von "Gerüchten" gewusst, die sich um den Mann gerankt hätten. Dazu Lammer: "Es hängt natürlich ein bisschen davon ab, wo die Zeugin selbst dabei war und was auch sie nur erzählt bekommen haben will. Aber solange es keine Anzeigen und keine harten Beweise wie Videos gibt, ist es möglich, so etwas noch als Gerücht zu qualifizieren. Gerade nach so langer Zeit." Lammer bezweifelt auch, dass Woelki dieses Telefonat in seiner eidesstattlichen Versicherung hätte erwähnen müssen.

Hinsichtlich einer Erinnerungslücke, die Woelki im Fall des früheren Sternsinger-Präsidenten Winfried Pilz geltend macht, meinte Lammer: "Man kann den Menschen ja nicht in den Kopf sehen." Bei einer so subjektiven Tatsache wie der vorhandenen oder nicht vorhandenen Erinnerung werde es "schwierig, etwas zu beweisen".

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen Woelki in beiden Fällen wegen des Anfangsverdachts der Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherungen.

Quelle: Kölnische Rundschau (ots)

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