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Gesuchter Terrorverdächtiger wurde bis September observiert

Archivmeldung vom 22.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Bundeskriminalamt
Bild: Bundeskriminalamt

Der nach dem Berliner Terroranschlag gesuchte Tunesier Anis Amri ist von März bis September von den Berliner Ermittlungsbehörden observiert worden. Das erklärte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch. Dabei sei es um Informationen gegangen, wonach Amri einen Einbruch plane, um sich Mittel für den Kauf automatischer Waffen zu beschaffen - "möglicherweise, um damit später mit noch zu gewinnenden Mittätern einen Anschlag zu begehen".

Nachdem sich der Verdacht nicht erhärtet hatte, wurde die Observation eingestellt.

Seit dem späten Mittwochnachmittag wird auch öffentlich nach Amri gefahndet. Er gilt jetzt als dringend tatverdächtig, am Montagabend den Lkw auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gesteuert zu haben.

Berliner Terrorverdächtiger saß vier Jahre in Italien im Gefängnis

Anis Amri, der Tatverdächtige des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt, wurde 2011 im Ort Belpasso nahe der sizilianischen Hauptstadt Catania verhaftet. Das erfuhr die "Welt" aus italienischen Regierungsquellen. In Catania wurde Amri demnach wegen Gewalttaten, Brandstiftung, Körperverletzung und Diebstahl zu vier Jahren Haft verurteilt. Amri verbüßte seine in Haftanstalten in Catania und Palermo. Im Mai 2015 wurde er entlassen und zur Abschiebung in Abschiebehaft in die zentralitalienische Stadt Caltanissetta verlegt, aus der er wenige Wochen später entlassen wurde. In Caltanissetta konnte er daraufhin nur ausgewiesen werden und ist nach Deutschland weitergereist. Den italienischen Behörden liegen nach Information der "Welt" Fingerabdrücke und Fotos von Amri vor. Amri war den italienischen Behörden als "gewalttätig" bekannt und wurde so auch von Mithäftlingen beschrieben.

SEK stürmt nach Berliner Anschlag zwei Wohnungen

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Berliner Polizei hat am Mittwoch gegen 20 Uhr zeitgleich zwei Wohnungen gestürmt, darunter eine an der Großbeerenstraße im Stadtbezirk Kreuzberg. Das erfuhr die "Welt" aus Ermittlerkreisen. Bei der Razzia wurde ein Mann überwältigt. Dabei handelt es sich laut Ermittlern aber nicht um den europaweit gesuchten Anis Amri. Amri wurde laut des Berichts in einer der beiden Wohnungen vermutet.

Ein ranghoher Beamter geht davon aus, dass der Tunesier die Flucht ergriffen hat. Gegenüber der "Welt" sagt er: Der Gesuchte sei "über alle Berge".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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