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Marius Müller-Westernhagen im stern: "Ich habe Angst, dass Mimi zum It-Girl gemacht wird"

Archivmeldung vom 21.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Musiker Marius Müller-Westernhagen möchte verhindern, dass seine Tochter Mimi zur Klatsch-Ikone wird. "Ich habe natürlich Angst, dass die Medien aus ihr eine Art It-Girl machen. Dass sie ohne eine Leistung über Partys stolziert und durch Klatschspalten geistert", sagte Westernhagen im Interview.

Dem Hamburger Magazin stern gab der 60-Jährige erstmals gemeinsam mit seiner 23-jährigen Tochter ein Interview.

Für Unstimmigkeiten in Sachen Medienpräsenz hatten Mimis Nacktfotos im deutschen Playboy gesorgt. "Die Fotos sind ja tatsächlich hochästhetisch", so Westernhagen im stern, "aber im Endeffekt ist das egal, weil die Leute nicht differenzieren, ob das künstlerisch ist. Es sind Nacktfotos im ,Playboy'. Natürlich bin ich da empfindlich. Welcher Vater wäre das nicht?" Mimi selbst sieht das eher gelassen: "Wir hatten die Kontrolle über die Fotos. Sonst hätte ich es nie gemacht." Mimi Westernhagen, die ihr musikalisches Debüt als Sängerin der Band "Battlekat" hatte, arbeitet derzeit an einem Soloalbum. Bis das erscheint, rät ihr Vater zu Zurückhaltung.

Vaterschaft sei etwas, dass sich für ihn erst über die Jahre entwickelt habe, sagte Westernhagen dem stern. "Ich bin nicht gut mit Babys, die machen mir irgendwie Angst." Streng durchgreifen musste Papa Westernhagen aber nur gelegentlich. "Als Mimi ein Jahr vor ihrem Abschluss die Schule verlassen und plötzlich Musikerin werden wollte, musste ich meine Autorität zeigen. Ich sagte ihr: ,Nur über meine Leiche.'"

Mit der Musikindustrie geht Westernhagen ebenso hart ins Gericht. Dass die Branche in der Krise stecke, läge nicht am Internet, sondern an der Gier der Plattenfirmen. Der Rockstar im stern: "Wenn man nur den Kommerz im Sinn hat, wenn es nur darum geht, die große Masse zu befriedigen, dann kann man kein wertvolles Produkt schaffen. Die Qualität leidet und am Ende liegt alles am Boden."

Quelle: stern

 

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