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Wursthersteller prüfen Klage gegen Werkvertragsverbot

Archivmeldung vom 22.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Unter der Lupe: App analyisiert Textnachrichten.
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Bild: Tim Reckmann, pixelio.de

Der bayerische Wursthersteller Wolf prüft gemeinsam mit anderen Fleischverarbeitern eine Klage gegen das drohende Verbot von Werkverträgen. "Wir lassen eine Verfassungsklage prüfen", sagte der geschäftsführende Gesellschafter Christian Wolf der "Welt". "Sobald ein entsprechendes Gesetz da ist und wir dann weder Werkverträge noch Zeitarbeit nutzen dürfen, gehen wir dagegen vor."

Noch hofft der Mittelständler auf eine Ausnahmeregelung. "Weil wir uns wie auch andere Wursthersteller von den Schlacht- und Zerlegebetrieben deutlich unterscheiden und distanzieren: Wir kaufen lediglich das Material, sind also die nachgelagerte Stufe. Das ist ein völlig anderes Geschäft. Zustände, wie sie jetzt angeprangert werden, gibt es bei uns nicht", sagte Wolf.

Wolf Wurstspezialitäten gilt als einer der führenden Hersteller von Grillwürsten in Deutschland. "Wir produzieren vor allem Grillspezialitäten, daher ist unsere Auslastung extremen saisonalen Schwankungen unterworfen", sagte Wolf zur Begründung seines Engagements für Werkverträge. In der Sommerzeit liege das Produktionsvolumen rund 40 Prozent höher als im Winter. "Diese Spitzen parieren wir, wie in vielen Branchen üblich, mit Arbeitnehmerüberlassung und Werkverträgen. Wenn uns das jetzt genommen wird, wäre unser Traditionsunternehmen massiv gefährdet."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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